Highlights
Beiträge zur Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, Band 4

Elisabeth Kraus (Hrsg.)
Die Universität München im Dritten Reich Aufsätze. Teil II
Wie bereits im ersten Aufsatzband werden auch hier Institutionen, Personen und Fächer sowie die in ihr betriebene Wissenschaft an der Universität München in der Zeit des Nationalsozialismus in den Blick genommen und all ihre Verhaltensweisen innerhalb des breiten Spektrums zwischen Anpassung und Widerstand beschrieben. Auch für die jetzt vorliegenden Beiträge stellten sich diese Fragen: Wie sah es bei dem einzelnen Institut oder Seminar, dem Hochschullehrer bzw. einer mit der LMU vernetzten Einrichtung konkret aus mit der Gleichschaltung oder gar Selbstgleichschaltung, mit Opportunismus und Karrierismus, mit Gleichgültigkeit und Resignation, mit Renitenz und Resistenz, mit Opposition und Aufbegehren? Wie stand es um das Verhältnis von völkisch-rassistisch kontaminierter und wertneutraler Wissenschaft? Wie gestaltete sich im Einzelfall die Auseinandersetzung zwischen dem Politischen und dem Fachlichen?
Die Antworten darauf fallen differenziert aus; kein einheitliches, sondern ein facettenreiches Bild zeichnet sich ab: Die Extreme der Verhaltensweisen und Handlungsvarianten von Hochschullehrern, also klare und kämpferische NS-Parteigängerschaft zum einen und offener Widerstand mit massiver Gefährdung sowohl des Regimes wie der eigenen Person zum andern, sind denkbar selten an der LMU auszumachen. Dazwischen gab es eine Fülle von Aktionsweisen; hierbei trifft man am ehesten noch auf den Typ des fachlich sehr kompetenten, daher schwer angreifbaren und auch kaum zu ersetzenden Wissenschaftlers. Nur sehr vereinzelt aufzuspüren sind Hochschullehrer und Wissenschaftler, die aufgrund ihrer nationalen wie internationalen Reputation nicht nur relativ ungestört forschen und lehren konnten, sondern ihre Freiräume für nonkonforme Studenten und Mitarbeiter nutzten. Erstaunlich häufig findet sich dennoch die Wahrung des fachlich-wissenschaftlichen Primats vor dem politischen, wobei die Gründe dafür höchst unterschiedlich waren.
Autorinnen und Autoren in der Reihenfolge ihrer Beiträge:
Elisabeth Kraus · Othmar Plöckinger · Andreas Englhart · Gregor Babaryka · Daniela Stöppel · Christian Fuhrmeister · Patricia von Papen-Bodek · Veronika Goebel · Elisabeth Vaupel · Karsten Jedlitschka · Wolfgang Huber · Gerhard Schott · Maximilian Schreiber · Stefan Wiecki · Karsten Jedlitschka
2008
broschiert: 20,5 × 14,5 cm, 624 S.
ISBN 978-3-8316-0726-6
49,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 624 S.
ISBN 978-3-8316-0726-6
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Hardcover: 20,5 × 14,5 cm, 624 S.
ISBN 978-3-8316-0727-3
79,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
Literareon

Reiner Stolte
Historie der Stadt München – The History of the Town of Munich
Von Kaiser Barbarossa über Simplicissimus und Thomas Mann bis Kunstpark Ost, von der Zerstörung der Freisinger Zollbrücke über den Schäfflertanz und Lola Montez bis zum unsterblichen OB Ude.
Witziger ist Münchner Stadtgeschichte wohl kaum erzählt worden. Zeichner und Texter Reiner Stolte stellt nun seine »Historie der Stadt München« vor: Auf 72 durchgehend farbig illustrierten Seiten erfährt der weitgereiste Tourist ebenso wie die alteingesessene Münchnerin alles Wissenswerte über die Entstehung und den Werdegang des Millionendorfs – immer standesgemäß begleitet und launig kommentiert von Wasti, dem Stadtführer-Dackel.
Urviech Reiner Stolte – allen jungen und junggebliebenen Krimifans als Illustrator von TKKG bekannt – veröffentlichte unter anderem schon den erfolgreichen Wiesn-Comic »Die Geschichte vom Münchner Oktoberfest – The History of the Munich Oktoberfest«.
Damit auch Preußen und andere Ausländer mitkommen, ist auch »The History of the Town of Munich« zweisprachig – deutsch und englisch – angelegt. »It’s tapped! – Ozapft is!
2006 (Comic)
broschiert: 28 × 18 cm, 72 S.
ISBN 978-3-8316-1241-3
12,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
Münchner Studien zur Alten Welt, Band 6

Berit Hildebrandt, Caroline Veit (Hrsg.)
Der Wert der Dinge – Güter im Prestigediskurs »Formen von Prestige in Kulturen des Altertums« · Graduiertenkolleg der DFG an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Was macht ein Prestigeobjekt aus? Viele würden heute wohl zunächst an Häuser, Yachten, Autos, Uhren und andere in der Hochglanzwerbung abgebildete Güter denken. Die mitgedachte Bewertungsgrundlage für »Prestige« wäre dabei vor allem der Geldwert. Der vorliegende Band widmet sich dem Prestige von Objekten in Kulturen des Altertums, die nicht alle eine Schrift oder Geldwirtschaft besaßen. Wie ist der Begriff »Prestige« in deren jeweils eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten zu fassen? Welche Personen und Faktoren waren für die Bestimmung des Prestigewertes eines Objektes ausschlaggebend? Wurde dieser Wert allgemein anerkannt? Und was passierte, wenn zwei Kulturen mit ihren jeweiligen »Prestigesystemen«, etwa beim diplomatischen Gabentausch, aufeinandertrafen? Diesen und anderen Fragen soll anhand von unterschiedlichen Beispielen nachgegangen werden.
Autoren in der Reihenfolge ihrer Beiträge: Reinhard Bernbeck, Stefan Burmeister, Martin Guggisberg, Beate Wagner-Hasel, Berit Hildebrandt, Walther Sallaberger, Dominique Charpin, Stephan J. Seidlmayer, Andreas Grüner, Franz Alto Bauer, Thomas O. Höllmann
2009
Hardcover: 24 × 17 cm, 414 S.
ISBN 978-3-8316-0859-1
59,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 414 S.
ISBN 978-3-8316-0859-1
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ta ethika, Band 8

Christian Warns
Spielregeln eines solidarischen Krankenversicherungswettbewerbs Wettbewerb, Solidarität und Nachhaltigkeit nach der Gesundheitsreform 2007
Der medizinisch-technische Fortschritt, die demographische Entwicklung, aber auch die zahlreichen Fehlanreize im gegenwärtigen deutschen Krankenversicherungssystem sorgen für einen permanenten Reformdruck. Ohne strukturelle Reformen kann jedoch die dauerhafte ökonomische und politische Stabilität des Gesundheitswesens in Gefahr geraten. Dabei ist zu beachten, dass der Zugang zu medizinischen Gütern und Dienstleistungen für alle Bürger als solidarische Errungenschaft moderner Staaten gilt (Güteregalitarismus). Da aber auch im Gesundheitswesen die Ressourcen knapp sind, ist marktwirtschaftlicher Wettbewerb prinzipiell auch hier erwünscht. In diesem Spannungsverhältnis zwischen Wettbewerb und Gerechtigkeit kann die Soziale Marktwirtschaft einen geeigneten Ordnungsrahmen für eine institutionelle Neuorganisation des Krankenversicherungsmarktes darstellen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Buch ein ›solidarischer Krankenversicherungswettbewerb‹ entwickelt, der die Prinzipien Wettbewerb, Solidarität und Nachhaltigkeit in einem gegenüber dem Status Quo anreizkompatibleren Marktdesign integriert.
Dr. Christian Warns hat an den Universitäten Hamburg, San Diego (USA) und Jena Wirtschaftswissenschaften studiert und anschließend promoviert. In Jena war er zudem Lehrbeauftragter und freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Angewandte Ethik.
2009
Hardcover: 20,5 × 14,5 cm, 388 S.
ISBN 978-3-8316-0864-5
49,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 388 S.
ISBN 978-3-8316-0864-5
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Münchner Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft, Band 4

Andreas Schulze
»Belehrung und Unterhaltung« Brehms Tierleben im Spannungsfeld von Empirie und Fiktion
Brehms Tierleben ist eines der erfolgreichsten Tierbücher, die jemals in Europa auf den Markt kamen. Übersetzt in viele Sprachen, wurde es zeitweise als »das berühmteste Tierbuch der Welt« beworben. Auch die Verfasser fiktionaler Texte setzten sich mit Brehms Tierleben auseinander, etwa Wilhelm Busch, Franz Kafka und Arno Schmidt. Von der Sekundärliteratur wird Brehms Tierleben allgemein als ein populärwissenschaftliches Werk mit hoher literarischer Bedeutung eingestuft. Sein Ansatz gilt als »völlig neu«, »bahnbrechend« oder »epochal«, da Brehm der Erste gewesen sei, der genaue Lebensschilderungen von Tieren geliefert und Tiere vermenschlicht habe. Die vorliegende Studie zeigt, dass dieses Meinungsbild zum großen Teil falsch ist. Sie durchleuchtet Brehms Tierleben auf faszinierende Weise und entschlüsselt das Geheimnis seines Erfolgs.
2009
broschiert: 20,5 × 14,5 cm, 408 S.
ISBN 978-3-8316-0454-8
39,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 408 S.
ISBN 978-3-8316-0454-8
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Münchner Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 3

Ulla-Britta Vollhardt
Staatliche Heimatpolitik und Heimatdiskurse in Bayern 1945–1970 Identitätsstiftung zwischen Tradition und Modernisierung
Bayerns »Take off« in die Moderne war von tiefgreifenden Wandlungsprozessen geprägt, die auch das bayerische Selbstverständnis nicht unberührt ließen. Identitätsstiftung und -pflege mittels Heimatpolitik zu betreiben galt als gangbarer Weg, diese Umbrüche zu kompensieren.
Die Studie untersucht am Beispiel des Freistaats, welch zentrale Bedeutung dem Begriff der Heimat nach 1945 bei der Neuformierung von Staat und Gesellschaft zukam. Sie zeigt, wie der Staat durch seine heimatpolitischen Maßnahmen auf gesellschaftliche Entwicklungen Einfluß nahm und inwieweit diese dazu geeignet waren, die Vertriebenen zu integrieren, disparate Regionalismen zu kanalisieren und zugleich den eigenstaatlichen Anspruch des Landes zu stärken. Inwiefern umgekehrt die Interessenvertreter der bayerischen Traditionslandschaften wie auch der Vertriebenen auf die politischen Strategien der jeweiligen bayerischen Regierungen und das Verwaltungshandeln des Staats zurückwirkten, wird ebenso beleuchtet wie der allmähliche Wandel, dem der Heimatbegriff und mit ihm die Inhalte bayerischer Heimatpolitik im Prozeß der Modernisierung unterlagen.
Ulla-Britta Vollhardt, geb. 1969, studierte an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Geschichte und Germanistik. In den letzten Jahren veröffentlichte sie mehrere Studien zur bayerischen Zeitgeschichte und war unter anderem für das Kulturreferat der Stadt München und das Münchner Institut für Zeitgeschichte tätig. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsarchiv München.
2008
broschiert: 20,5 × 14,5 cm, 550 S.
ISBN 978-3-8316-0815-7
49,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 550 S.
ISBN 978-3-8316-0815-7
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Musikwissenschaften

Ulrike Strauss
Das Orchester Joseph Haydns Ein Komponist und seine wegweisenden Neuerungen
Joseph Haydns Beitrag zur Entwicklung der klassischen Musik auf dem Gebiet des Streichquartetts und der Sinfonie sind unwidersprochen. Weit weniger Beachtung fand bisher dagegen seine zukunftsweisende Orchesterarbeit. Dennoch legte er damit den Grundstein und setzte Maßstäbe für die folgenden Musikergenerationen.
Ulrike Strauss beschreibt in ihrem Buch erstmals anhand von Dokumenten und Partituren Haydns Orchesterarbeit und seine wegweisenden Neuerungen. Im Blickpunkt der Betrachtung stehen dabei die Orchesterbesetzungen und eingesetzten Instrumente. Ulrike Strauss zeigt: Haydn kann nicht länger als orchestraler Lückenfüller gelten.
2009 (mit 31 Notenbeispielen)
Hardcover: 20,5 × 14,5 cm, 138 S.
ISBN 978-3-8316-0832-4
29,00 Euro (Preisbindung aufgehoben) kaufen
E-Book: 138 S.
ISBN 978-3-8316-0832-4
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