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Annemarie Liebler: Im Stammland von Raute und Panther

Annemarie Liebler

Im Stammland von Raute und Panther

Geschichte der Regierung von Niederbayern

Dominus Ulricus vicedominus ducis Bawarie – schon 1204, im Jahre der Landshuter Stadtgründung, ist von einem Stellvertreter des Herzogs in den Städten und Gemeinden zu lesen. Verwaltung, Finanzen, Rechtsprechung sowie militärische Angelegenheiten gehörten zu seinen Aufgaben. Eine »Regierung« im heutigen Sinne bestand ab 1808 für den Unterdonaukreis in Passau und ab 1839 dann bis heute für Niederbayern in Landshut. Die Aufgaben und die Schwerpunkte mögen sich geändert haben, den Platz als Mittelbehörde im Verwaltungsgefüge zwischen der obersten Regierungsebene und den Verwaltungsstellen vor Ort, den Landratsämtern und Gemeindeverwaltungen hat die Regierung von Niederbayern über nahezu alle Epochen hinweg behauptet. Dabei war es keineswegs lediglich trockene Verwaltungsmaterie, die zu den täglichen Herausforderungen der Mitarbeiter und Regierungspräsidenten gehörte: So ging es zum Beispiel bei der großen Hungersnot 1817 darum, die Bäcker daran zu hindern, Sand unter das Mehl zu mischen und die Gewichte zu fälschen. In elf Kapiteln, von Landshut als Residenz im Mittelalter bis hin zur »Verwaltung 21«, schildert der Band die eindrucksvolle Geschichte der Regierung von Niederbayern und ihrer Regierungspräsidenten. Diese Persönlichkeiten werden in umfangreichen Porträts dargestellt und ihr Wirken und Schaffen, ihre Vorlieben und Leistungen gewürdigt. Weiterhin werden das Regierungsgebäude, der Bezirk Niederbayern sowie die heraldischen Symbole Raute und Panther, die Niederbayern als deren Stammland ins Große Bayerische Staatswappen einbrachte, vorgestellt.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • Hardcover: 250 Seiten
    Format: 24 x 17
    ISBN 978-3-8316-0836-2
    Erschienen: 01.01.2008

    24,90 € (Preisbindung aufgehoben)

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  • E-Book: 250 Seiten
    Format: 24 x 17
    ISBN 978-3-8316-0836-2
    Erschienen: 01.01.2008

    17,99 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Annemarie Liebler, geboren 1937 in München, studierte nach dem Abitur an der Ludwig-Maximilians-Universität Geschichte und Englisch. Sie unterrichtete am Gabelsberger Gymnasium Mainburg von 1962 bis 2001 vorwiegend Englisch (Fachbetreuung). Nach dem Tod ihres Ehemannes 1994 studierte sie erneut an der Philosophischen Fakultät der Universität München mit dem Schwerpunkt Bayerische Geschichte. Promotion 2002; Thema der Dissertation »Die niederbayerische Regierung in Passau 1808 bis 1838« (auch im Herbert Utz Verlag erschienen). Dabei wurde das Interesse an den Geschicken der niederbayerischen Regierung in der Folgezeit geweckt.

Auszüge aus Rezensionen

  • Annemarie Liebler liefert mit dem aktuellen Buch quasi einen detaillierten Überbau. Und sie bricht eine Lanze für die Bezirksregierungen als bewährtes »Kompetenzzentrum in der Mittelstufe der bayerischen Staatsverwaltung«. Ein Buch also, das die Bezirksregierungen der FDP dringend ans Herz legen dürften.

    Landshuter Zeitung (11.11.2008)

  • Die Mainburger Historikerin Annemarie Liebler würdigt in ihrem Werk die Verdienste, die sich die Behörde während ihrer 200-jährigen Geschichte bei der Entwicklung der Region erworben hat.

    Landshuter Zeitung (12.11.2008)

  • Die nun erschienene Chronik ist die erste umfassende Beschreibung der Entstehung der Regierung von Niederbayern und ihrer Entwicklung bis in die heutigen Tage, ein umfassender Rückblick auf ein langes Kapitel Verwaltungsgeschichte.

    Passauer Neue Presse (12.11.2008)

  • Dass neben dem reinen Gesetzesvollzug in einer Monarchie der Regierung auch andere, eben auch wirtschaftspolitisch gestaltende Aufgaben zukommen, wird anschaulich vermittelt. Die seit Ende des 2. Weltkrieges gerade gesamtwirtschaftlich positive Entwicklung der Region wird von der Autorin auch anhand der jeweiligen Regierungspräsidenten interessant und umfangreich dargestellt.

    Niederbayerische Wirtschaft (Januar 2009)

  • Eine trockene Materie, möchte man glauben. Aber dem ist nicht so. Der Autorin ist es gelungen, ein richtiges Lesebuch daraus zu machen. Da bekanntlich nichts interessanter ist als der Mensch, hat sie die Lebensläufe der Regierungspräsidenten gestaltet […] wie Romanfiguren. […] Sehr zu empfehlen.

    Heimatglocken, Passauer Neue Presse (3/2009)

  • Als Geschichte einer auch die bayerische Landesgeschichte prägenden Behörde und zugleich als Momentaufnahme einer der sieben Bezirksregierungen kann sie allen empfohlen werden, die sich ein fundiertes Urteil über Aufgabe, Leistung, Kompetenz und Daseinsberechtigung einer zentralen staatlichen Mittelbehörde im Freistaat Bayern bilden wollen.

    Bayerische Verwaltungsblätter. Zeitschrift für öffentliches Recht und öffentliche Verwaltung (15/2009)

  • Trotz der etwas spröden Materie ist es der Autorin gelungen, ein interessantes Bild dieser Region und ihrer Verwaltung entstehen zu lassen.

    Bayern im Buch (2/2009)

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