utzverlag

Martin Klamt: Die Europäische Union als Streitbare Demokratie

Martin Klamt

Die Europäische Union als Streitbare Demokratie

Rechtsvergleichende und europarechtliche Dimensionen einer Idee

»Democracy, becoming militant, can be saved.« (Karl Loewenstein, 1935)

Wie kann die Demokratie mit den Mitteln des Rechts gegen Bedrohungen von innen und von außen verteidigt werden? Wie scharf darf das Schwert der Demokratie sein, wie ist sein Einsatz abzuwägen, um die Demokratie nicht selbst ins Herz zu treffen?
Die Europäische Union ist nach Art. 2 EUV auf den Wert der Demokratie gegründet. Indes wird die Frage nach dem Schutz derselben auf mitgliedstaatlicher Ebene ganz unterschiedlich beantwortet, auf Unionsebene bisweilen offen gelassen. Die Idee einer Streitbaren Demokratie wird dabei vorwiegend als rein deutsches Phänomen wahrgenommen.
Dem stellt die Arbeit erstmals einen Vergleich von Elementen Streitbarer Demokratie in den Rechtsordnungen aller 27 EU-Mitgliedstaaten und der Türkei gegenüber. Sodann werden die Strukturen Streitbarer Demokratie in Völker- und EU-Recht analysiert, um ein europäisches Demokratieschutzregime zu skizzieren und die dennoch verbleibenden Schutzlücken aufzuzeigen.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 536 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4105-5
    Erschienen: 23.05.2012

    60,00 € (Preisbindung aufgehoben)

    In den Warenkorb

Über den Autor

Martin Klamt studierte in München, Münster und Berlin Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften und Humangeographie. Er war an mehreren juristischen und geographischen Lehrstühlen der LMU München und der HU Berlin tätig. Als Stipendiat eines DFG-Graduiertenkollegs und des DAAD forschte er an den Universitäten Tokio und Taipei.

Ähnliche Bücher

  • Constanze Philipp: EU und Daseinsvorsorge

    Constanze Philipp

    EU und Daseinsvorsorge

    In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche Arbeiten rund um die Themen EU und Daseinsvorsorge erschienen. Keine dieser Arbeiten stellt jedoch die Frage, welche beihilfe- und vergaberechtsfreien Spielräume die unionsrechtlichen Vorgaben den Mitgliedstaaten noch belassen.

  • Ariane Richter: Funktionswandel im Mehrebenensystem?

    Ariane Richter

    Funktionswandel im Mehrebenensystem?

    Was heißt Demokratie? Ist die EU demokratisch? Der Vertrag von Lissabon, der seit 1. Dezember 2009 in Kraft ist, gibt den nationalen Parlamenten erstmals eigene Rechte im Verfassungsgefüge der Europäischen Union.