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Hans-Jochen Vogel – »Maß und Mitte bewahren«

Jahrzehnte lang hat er die deutsche Politik geprägt. Am 26. Juli ist der ehemalige SPD-Vorsitzende verstorben.

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(Foto: Georg Schödl, Stadtarchiv München, Fotosammlung)

 

Mit gerade einmal 34 Jahren wurde Hans-Jochen Vogel in München zum jüngsten Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt gewählt. Dieses Amt bekleidete er von 1960 bis 1972. Seine weitere Karriere war gezeichnet von zahlreichen Aufgaben und beträchtlichen Herausforderungen: Er war Bundesbau- und Bundesjustizminister, für knapp vier Monate Regierender Bürgermeister in Berlin, SPD-Partei- und Fraktionschef – und Kanzlerkandidat.

Während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister prägte er München nachhaltig. Er baute unter anderem die U- und S-Bahn aus, eröffnete den Mittleren Ring und die Fußgängerzone in der Innenstadt. Zu einem seiner größten Erfolge zählt wohl die erfolgreiche Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 1972.

Reden des Münchner Oberbürgermeisters 1960–1972

2010 veröffentlichte er sein Werk »Maß und Mitte bewahren« bei uns im utzverlag. Die in diesem Buch veröffentlichten Reden Hans-Jochen Vogels aus den Jahren 1960 bis 1972 dokumentieren die Bemühungen, die gewachsenen Besonderheiten Münchens zu bewahren und gleichzeitig dem Fortgang der urbanen Entwicklung genügend Raum zu geben.

Im Alter von 94 Jahren ist er nach langer Krankheit verstorben. Der Blick zurück in die Zeit der »Ära Vogel« macht eindrucksvoll deutlich, wie markant und nachhaltig die damaligen Entscheidungen und Maßnahmen das Gesicht Münchens bis heute prägen.

Vogel Schutz Umschlag2