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Bernd Mayerhofer: Die Tugend der Augen

Bernd Mayerhofer

Die Tugend der Augen

Beiträge zur politischen Aisthetik

Die Politikwissenschaft hat Fragen nach dem Zusammenhang von Sinnlichkeit, Wahrnehmung und Politik bislang systematisch ausgeklammert, an die politische Optik oder gar die spezifische Optik des Politischen kaum einen Gedanken verschwendet, geschweige denn eine Theorie. Die Untersuchung möchte einen Beitrag dazu leisten, dieses Defizit zu beheben. Sie geht von der Annahme aus, dass Politik in einem gegenwärtig noch völlig unzureichend erkannten (und erforschten) Ausmaß ein Wahrnehmungsphänomen und Wahrnehmung ein politisches Phänomen darstellt. Anders als die Politische Ästhetik stellt sie nicht auf die Ausdrucks-, sondern auf die Eindrucksdimension politischen Handelns ab. In Form einer Reihe von Einzelfallstudien, die dem politisch höchst bedeutsamen Zusammenhang von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Sehen und Gesehen-Werden, von Anschauung und Ansehen, Anschauung und Erfahrung nachspüren, ist sie zu zeigen bemüht, dass sich die Politikwissenschaft zur Politischen Aisthetik (Wahrnehmungslehre) erweitern muss, wenn sie der Totalität des Politischen gerecht werden will.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • broschiert: 368 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0553-8
    Erschienen: 22.06.2006

    39,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Auszüge aus Rezensionen

  • Der Beitrag des vorliegenden Buches zur politikwissenschaftlichen Diskussion besteht im Wesentlichen aus dem Hinweis auf ein in der Forschung sträflich vernachlässigtes Phänomen. Seine Darstellung bietet zahlreiche kluge ideengeschichtliche Befunde und zeigt die extreme Vielfalt der Thematisierung visueller Politik.

    ZfP, zeitschrift für Politik (55.Jg. 1/2008)

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