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Sabine Wolski: Soziale Adäquanz

Sabine Wolski

Soziale Adäquanz

Schutzzweck der Norm, Verwerflichkeitsklausel, erlaubtes Risiko, »rechtsfreier Raum«, Strafwürdigkeit, Verfolgungsverzicht bei geringer Schuld – ein methodologisches und verfassungsrechtliches Problem mit vielen Facetten

Das Unbehagen an der »Sozialen Adäquanz« veranlaßt, diese Kategorie durch dogmatische Instrumente zu ersetzen, die erhöhte Präzision reklamieren. Dieser Anspruch - so die Autorin anhand einer Vielfalt von Beispielsgruppen aus Praxis und Lehre - hält der Analyse nicht stand. Die Beliebigkeit der Argumentationen ist umso alarmierender, je näher die Sachkonstellationen dem Umfeld der Kapitaldelikte stehen, je bedenkenloser illegitime Präferenzen aufgrund angeblicher »Evidenz« Legalität beanspruchen. Eine solche Regellosigkeit, die mit Wahrheitsanspruch auftritt, provoziert die Forderung nach richterlicher Kontrolle und Korrektur ihrer Wirklichkeit. Ohne Einbeziehung des Verfahrensrechts ist für den fälligen Übergang vom Gesetzesstaat zum Rechtsstaat (Arthur Kaufmann) nichts zu leisten.

  • : 240 Seiten
    Format:
    ISBN 978-3-88259-751-6

    23,93 € (Preisbindung aufgehoben)

    vergriffen

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