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Elke Hoppenworth: Strafzumessung beim Raub

Elke Hoppenworth

Strafzumessung beim Raub

Eine empirische Untersuchung der Rechtsfolgenzumessung bei Verurteilungen wegen Raubes nach allg. Strafrecht und nach Jugendstrafrecht

Anhand der vorliegenden Untersuchung sollte einmal mehr der Frage nachgegangen werden, inwieweit der Vorwurf der Willkürlichkeit der Strafzumessung, der angesichts der recht unbestimmt gehaltenen Strafzumessungsnorm des § 46 StGB und der weitläufigen Strafrahmen der einzelnen Delikte keineswegs jeglicher Berechtigung entbehrt, der Rechtswirklichkeit entspricht. Die anhand einer Aktenanalyse von 385 Strafakten ermittelten Daten werden jeweils differenziert nach erwachsenen und jugendlichen Probanden dargestellt. Unterschiede zwischen den Probandengruppen lassen sich hinsichtlich der Verurteilungswahrscheinlichkeit, der Strafaussetzungshäufigkeit und der Strafhöhe feststellen. Vermutete regionale Unterschiede bestätigten sich kaum. Anhand umfangreicher statistischer Analysen wurde zudem der Einfluß bestimmter – aus dem Akteninhalt ersichtlicher Faktoren – auf die Strafzumessung untersucht und anschliessend die für die Strafzumessung letztlich ausschlaggebenden Merkmale herausgefiltert, wobei sich kaum wesentliche Unterschiede zwischen den untersuchten Probandengruppen abzeichneten. Im Ergebnis kommt die Autorin dazu, daß zwar insgesamt betrachtet die Strafzumessung durchaus besser ist als ihr Ruf ist, was aber Reformbestrebungen zu Systematisierung der Strafzumessung nicht entgegen stehen sollte. Eine gangbare Lösung stellt nach der Meinung der Autorin die Korrektur gesetzlicher Strafrahmen und die Schaffung sog. Strafzumessungsrichtlinien in Anlehnung an die anglo-amerikanischen Modelle der sentencing-guidelines dar.

  • : 397 Seiten
    Format:
    ISBN 978-3-88259-823-0

    30,58 € (Preisbindung aufgehoben)

    vergriffen

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