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Daniela Zahner: Jugendfürsorge in Bayern im ersten Nachkriegsjahrzehnt 1945–1955/56

Daniela Zahner

Jugendfürsorge in Bayern im ersten Nachkriegsjahrzehnt 1945–1955/56

Nach Kriegsende 1945 galt Bayern aufgrund seines hohen Anteils von heimat- und arbeitslosen Jugendlichen als Gebiet mit besonderer Jugendgefährdung und somit als sogenanntes Notstandsgebiet.
Daher nahm der Bereich der Jugendfürsorge einen wichtigen Aspekt in der bayerischen Nachkriegspolitik ein. Diese Studie zeigt die Lebenslagen der Jugendlichen, die Handlungsbedürfnisse und Handlungsweisen der Jugendämter und der freien Wohlfahrtsverbände sowie Inhalte, Besonderheiten und Entwicklungen der bayerischen Jugendfürsorge von der »Zusammenbruchgesellschaft« 1945 bis zur beginnenden Wohlstandsgesellschaft Mitte der 50er Jahre.
Abschließend untersucht Daniela Zahner anhand des fürsorgerischen Sprachgebrauchs, der Fachdebatten über Erziehungskonzepte sowie der Herausbildung neuer Arbeitsfelder, ob Reformen durchgesetzt wurden oder die Jugendfürsorge traditionellen Leitgedanken verhaftet blieb. Dieser Aspekt wird am Beispiel des Münchner Waisenhauses konkretisiert.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • Hardcover: 390 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0627-6
    Erschienen: 06.11.2006

    39,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Auszüge aus Rezensionen

  • Alles in allem, so ist zu konstatieren, ist der Autorin eine klar strukturierte, präzise argumentierende und gut dokumentierte Darstellung gelungen, die tiefe Einblicke in die strukturelle Verfasstheit der Jugendfürsorge im Bayern des ersten Nachkriegsjahrzehnts erlaubt.

    Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte (1/2010)

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