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Frauke Höntzsch: Europa auf dem Weg »Zum ewigen Frieden«?

Frauke Höntzsch

Europa auf dem Weg »Zum ewigen Frieden«?

Kants Friedensschrift und die Wirklichkeit der Europäischen Union

In Sonntagsreden zur Europäischen Union wurde und wird der Philosoph Immanuel Kant immer wieder als Vordenker der europäischen Einigung genannt. Zwar war es nie das erklärte Ziel der Staatengemeinschaft, die Idee Kants umzusetzen, dennoch sind Parallelen zu seiner 1795 erschienen Friedensschrift nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn Kants Idee »Zum ewigen Frieden« immer wieder in Verbindung mit der Entwicklung Europas gebracht wird, blieb eine umfassende wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema bislang aus.
Die vorliegende Studie geht der Frage nach, inwieweit Kants Vision vom ewigen Frieden in der EU tatsächlich Realität geworden ist. Aufbauend auf den Friedensplänen von Abbé de Saint-Pierre und Jean-Jacques Rousseau beschreibt die Autorin Kants Schrift als Höhepunkt und Neubeginn des Friedensdenkens in der Aufklärung. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Interpretation der drei Definitivartikel zum Staats-, Völker- und Weltbürgerrecht und der Übertragbarkeit ihrer normativen Grundsätze auf die EU zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Die Untersuchung zeigt, dass Kants rechtsphilosophische Prinzipien als Grundlage freiheitlicher Politik nach wie vor aktuell sind und sich die Europäische Union in diesem Sinne auf dem Weg »Zum ewigen Frieden« befindet.

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Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • broschiert: 136 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0703-7
    Erschienen: 04.05.2007

    37,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Frauke Höntzsch, M.A., Politikwissenschaftlerin, geboren 1980 in Pforzheim; Studium der Politikwissenschaft, Komparatistik und Italienischen Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München; derzeit Promotion zum Thema »Individuelle Freiheit zum Wohle Aller? – Die gesellschaftliche Dimension des Freiheitsbegriffs im Werk des John Stuart Mill«; Stipendiatin der Friedrich-Naumann-Stiftung; Lehrbeauftragte für Politische Theorie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

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