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Nana Koschnick: Performing Mobility!

Nana Koschnick

Performing Mobility!

Ethnografische Einblicke in die mobile Arbeits- und Lebenswelt von Artisten und Circusleuten

Längst ist Mobilität ein zentrales Strukturmerkmal unseres Alltagslebens. Welchen Einfluss nimmt sie aber auf die Gestaltung individueller Lebens- und Arbeitswelten und wie zeigt sich der alltagspraktische Umgang mit ihr? Welche Auswirkungen hat sie auf die Bildung sozialer Netzwerke oder Prozesse der Kulturproduktion? Das sind die zentralen Themen, denen die vorliegende Arbeit im Kontext des kultur- und sozialwissenschaftlichen Diskurses um Mobilität in der Spätmoderne nachgeht, während sie ethnografische Einblicke in die Erfahrungs- und Lebenswelten von Akteuren einer traditionell hoch mobilen Berufsgruppe gibt: in die der Artisten und Circusleute.
Entgegen einer wissenschaftlich viel zitierten „Rhetorik der Verflüssigung“ erfahren die im Buch vorgestellten Protagonisten Mobilität in ihrem Lebensalltag als ein Wechselspiel zwischen Stabilität und Flexibilität: Die Anforderungen des Berufsfeldes und ihre entsprechend entwickelten Handlungsstrategien schaffen nicht nur trotz, sondern gerade wegen ihrer berufsbedingt geforderten Mobilität (räumlich, beruflich, körperlich) ein hohes Maß an lebensweltlicher Stabilität.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 102 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4232-8
    Erschienen: 22.01.2013

    29,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Nana Koschnick, M.A. studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München Volkskunde/Europäische
Ethnologie, Neuere und Neueste Geschichte und Religionswissenschaft. Seit Anfang
des Jahres 2009 arbeitet sie im Münchner Stadtmuseum.

Auszüge aus Rezensionen

  • Unter diesen erschwerten Umständen [Schwierigkeiten beim Erhalt der Forschungserlaubnis] ist ihr eine Interviewforschung von großer Nähe und Einsicht gelungen. Diese verbindet Koschnick wirkungsvoll mit der Vielzahl existierender Mobilitätskonzepte und erweitert diese um innovative empirische Anwendung. […] Wer nicht nach einer präzisen Ethnographie schillernder Seifenblasenwelten, sondern nach einer empirisch unterfütterten Neuauflage der Schopenhauer’schen Erkenntnis »Der Wechsel allein ist das Beständige« sucht, ist mit Koschnicks Buch gut beraten.

    Sociologus (63. Jahrgang, 2013)

  • Die Autorin untersucht die Auswirkungen der ständigen Mobilität – sei es mit dem Zirkus auf Tournee oder als freischaffender Artist mit Engagements in Varietés und bei Galas – auf die Strukturierung des Alltags. Ein weiteres Thema ist die sich aus dieser Mobilität ergebende relative Isoliertheit der Artisten von der Welt der »Privaten«, die wiederum eine Stabilisierung der Zirkusgemeinschaft mit sich bringt.

    CircusZeitung (1/2014 59. Jg)

  • Was macht den Band neben den wichtigen Bemerkungen zur Mobilität im Allgemeinen und Besonderen noch lesenswert? Das Buch ist durchzogen von Zitaten und Gesprächen, die Koschnick während ihrer Feldforschung geführt hat. […] Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass diese Magisterarbeit dem Leser einen vertieften Einblick in die Lebensweise der Circusleute gibt und wichtige Aspekte um Mobilität in all ihren Facetten enthält.

    Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2014)

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