utzverlag

Alexandra Rau, Irene Götz (Hrsg.): Facetten des Alter(n)s

Alexandra Rau, Irene Götz (Hrsg.)

Facetten des Alter(n)s

Ethnografische Porträts über Vulnerabilitäten und Kämpfe älterer Frauen

Das Lernforschungsprojekt „Prekärer Ruhestand. Ist Altersarmut weiblich?“ fand im Rahmen einer öfentlichen Porträt-Lesung im Januar 2016 seinen Abschluss. Studierende der Euro-päischen Ethnologie der LMU München haben sich intensiv mit Biografienvon älteren Frauen (nicht nur, aber vor allem) in München beschäftigt.Sie haben mit Hilfe qualitativer Interviews deren gegenwärtige Lebensformen beleuchtet und am Einzelfall nachgespürt, worin spezifisch Problemlagen im Alter – insbesondere von allein wirtschaftenden Frauen – liegen und wie diese jeweils bearbeitet werden. Ausgangspunkt war zunächst die Frage, inwiefern Altersarmut ein spezifisch „weibliches Gesicht“ hat. Denn vor allem Frauen sind von sozialem Abstieg im Alter bedroht: Ihre Erwerbsbiografien – ohnehin oft brüchig durch Phasen ohne Erwerbsarbeit während der Zeit der Kindererziehung oder Pflegearbeit für die Familie – sind vielfach geprägt von Teilzeitarbeit, von gering qualifzierten oder sozial unabgesicherten Arbeitsformen. Die in diesem Band veröffentlichten acht ethnografischen Porträts beleuchten, wie vielschichtig sich „Prekarität“ im Alter von Frauen zeigt; materielle „Armut“ ist dabei nur eine Form der auftretenden Vulnerabilitäten.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 138 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4241-0
    Erschienen: 28.11.2017

    29,00 €

    In den Warenkorb
  • Ebook (PDF): 141 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-7348-3
    Erschienen: 18.12.2017

    19,99 €

    Bei Ciando kaufen

Auszüge aus Rezensionen

  • Insgesamt gelingt es dem Band, unterschiedliche Formen von Abhängigkeiten und Vulnerabilitäten – finanzielle, körperliche oder soziale – und konkrete Bewältigungsstrategien aufzuzeigen, und zwar in einer auch für Laien verständlichen Form.

    Jahrbuch der Volkskunde

Ähnliche Bücher

  • Leonie Meltzer: „Wir wollten den Wahnsinn ausstellen!“

    Leonie Meltzer

    „Wir wollten den Wahnsinn ausstellen!“

    Was soll das denn? Eine Uhr, die rückwärts läuft, „ein Qu adratmeter Freistaat Bayern“ als Handtuch, eine bayerische Ehrenweißwurst als Auszeichnung, T-Shirts mit Bekenntnissen, wie „Ich bin gegen alles“ oder „Ich ertrage nur das Glück“ oder ein Globus, der allein Bayern zeigt.

  • Dominik Speidel: Imaginierte (Vor-)Sorge

    Dominik Speidel

    Imaginierte (Vor-)Sorge

    Die Versicherungsbranche verdient ihr Geld mit der Zukunft. Ohne das Kommende, das immer kontingent ist und sich durch Ungewissheit auszeichnet, wäre ihr Nutzen obsolet. Es ist deshalb gerade die Unsicherheit der individuellen Lebensverläufe, auf dem das Geschäftsmodell der Versicherungswirtschaft basiert.

  • Lisa Maile: Tiny House Movement

    Lisa Maile

    Tiny House Movement

    Wohnen auf wenigen Quadratmetern? Für die meisten Menschen unvorstellbar. Die AkteurInnen des Tiny House Movement jedoch verschreiben sich bewusst dieser alternativen Wohnform. Das Leben im Mikro-Haus bezieht sich dabei nicht nur auf einen Wohnort, sondern offenbart auch einen neuen kulturellen Habitus, der sich an Nachhaltigkeit...

  • Marcia Rebay: „Klar sind wir anders, aber was macht das schon für einen Unterschied!?“

    Marcia Rebay

    „Klar sind wir anders, aber was macht das schon für einen Unterschied!?“

    Heutzutage gilt München als eine der „Regenbogenhauptstädte“ Deutschlands. Vielfalt und Offenheit werden von der Stadt selbst sowie von der Mehrheit ihrer Bewohner*innen großgeschrieben. Wie aber wurde und wird dieses Stadtimage von jenen wahrgenommen, die ihre sexuellen Identitäten und Selbstbilder jenseits heteronormativer Lebensentwürfe herausbilde(t)en? Vor dem...