Herbert Utz Verlag

Robert M. Zoske: Sehnsucht nach dem Lichte – Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl

Robert M. Zoske

Sehnsucht nach dem Lichte – Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl

Unveröffentlichte Gedichte, Briefe und Texte

Warum kämpft ein junger Mann für die Freiheit?
Warum will er das Staatsoberhaupt, dem zahllose Gemeinden die Ehrenbürgerschaft verliehen, dessen Namen unzählige Straßen und Plätze führen, dem seit Jahren scharenweise Paten- und Schirmherrschaften angetragen werden, beseitigen?
Warum setzt er sein Leben ein, fordert in Flugblättern den Sturz des nationalsozialistischen Regimes, malt auf Wände »Freiheit«, »Nieder mit Hitler« und »Hitler Massenmörder«?
Warum widerstand Hans Scholl?

Rezension des Werkes vom 05. Juni 2015 auf Stuttgarter-Zeitung.de

Rezension des Werkes in der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 01/2016.

Gespräch mit Robert M. Zoske – NDR Info – 20.12.2014

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 830 Seiten
    Format: 24 x 17
    ISBN 978-3-8316-4321-9
    Erschienen: 03.09.2014

    59,00 € (Preisbindung aufgehoben)

    In den Warenkorb

Über den Autor

Robert M. Zoske, 1952 in Schleswig-Holstein geboren und aufgewachsen. Nach kaufmännischer Lehre, Bibelschule und Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, Studium der evangelischen Theologie in Tübingen, Göttingen, München und Kiel. Von 1986 bis 2017 Pastor der Evangelisch Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Arbeitsfelder: Gemeinde, Schule und Erwachsenenbildung. 2014 Promotion an der Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg zum Dr. phil. über den christlich motivierten Widerstand von Hans Scholl („Sehnsucht nach dem Lichte - Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl - Unveröffentlichte Gedichte, Briefe und Texte“, München, 2014). Der Autor lebt in Hamburg.

Auszüge aus Rezensionen

  • […] Pastor Robert Zoske ist mit einem bewundernswerten Spürsinn für Kunst und Philosophie gesegnet. […] Uneingeschränkte Anerkennung verdient der Widerstandsforscher Zoske für einen bedeutsamen Fund: Er entdeckte Gedichte, die Hans Scholl im Jahr 1938 schrieb und die in der Forschung zur Weißen Rose bisher unbeachtet geblieben sind.

    Die Tagespost (109/2014)

  • Warum leistet ein junger Mann Widerstand gegen die NS-Diktatur und opfert mit 24 Jahren sein Leben? Pastor Robert Zoske geht diesen Fragen in seiner Dissertation nach. In über 800 Seiten analysiert er Gedichte und Briefe von Hans Scholl, bisher unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass.

    B5 (26.11.2014)

  • […] zwischen Hans Scholls Geburt am 22. September 1918 und seiner Hinrichtung am 22. Februar 1943 liegt eine widersprüchliche Biografie, zu der neben dem Verteilen von Flugblättern […] auch die begeisterte Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend gehörte. Wie das zusammenpasst?
    Für Zoske zeigen [die Gedichte Hans Scholls] ein "inneres Ringen" […]. Wie sehr ihm vor allem das Christentum zur Zuflucht und zum Fundament für den späteren Widerstand wurde, das machen Gedichte wie "Dom" oder "Maria" spürbar. Auch wenn sie sich natürlich nicht "monokausal" interpretieren lassen. Aber gerade das macht sie zu einem aufschlussreichen "Seelenspiegel" für Scholls kurzes, sprunghaftes und zu Extremen neigendes Leben.

    Süddeutsche Zeitung (27.11.2014)

  • Man glaubt kaum, dass es über die Geschwister Scholl noch etwas Neues zu sagen gibt, aber das gibt es, jedenfalls über Hans Scholl. […] Die Mitglieder der Weißen Rose – vor allem die Geschwister Scholl – sind für die Nachwelt so etwas wie Ikonen des Guten. […] Aber wie kamen sie eigentlich zum Widerstand? Zu dieser Frage ist der Hamburger Pastor Robert M. Zoske im Zuge seiner Doktorarbeit auf neue Dokumente gestoßen. Vor allem fand er eine Reihe bislang völlig unbekannter Gedichte von Hans Scholl, in denen dessen Wendung zum Christentum deutlich wird.

    NDR Info – Das Forum Zeitgeschichte (20.12.2014)

  • Zoske veröffentlicht und interpretiert in seiner Dissertation erstmalig Dokumente, die die christliche Motivation Hans Scholls („Weiße Rose“) für seinen Freiheitskampf belegen und erweitert entscheidend den Blick auf den Münchner Widerstand.

    Evangelische Stimmen – Forum für kirchliche Zeitfragen in Norddeutschland (02.2015)

  • Eine mutige, kluge, schöne Frau im Widerstand gegen die Nazis – das zieht einfach mehr. Wahrscheinlich ist Sophie Scholl darum bekannter als ihr Bruder Hans – moderne Legendenbildung, denn eigentlich war Hans Scholl der führende Kopf bei der »Weißen Rose«, sagt Robert Zoske. Er hat seine Doktorarbeit über das Leben von Hans Scholl geschrieben.

    NDR 2 – »Moment mal« (22.02.2015)

  • Sich festhalten am Guten, aufstehen gegen Unrecht. Das ist etwas, was man von Hans Scholl lernen kann. Robert Zoske hat seine Doktorarbeit über ihn geschrieben […].

    NDR Info – «Im Anfang war das Wort« (28.02.2015)

  • Die religiöse Entwicklung des von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfers Hans Scholl lag lange Zeit im Dunkeln. Warum das so ist, zeigt der Hamburger Theologe Robert M. Zoske, der über dieses Thema promoviert hat.

    zeitzeichen – Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft (03.2015)

  • Ein spannendes, theologisch und historisch wichtiges Buch.

    Deutschsprachige Ev. Gemeinde Provinz Antwerpen (April/Mai 2015)

  • Schon als das erste Buch zur »Weißen Rose« erschien […], da hieß es, alles über sie sei nun gesagt. Doch ein zufälliger Fund unbekannter Schriften von Hans Scholl, der Prosa und Gedichte verfasst hat, förderte Überraschendes zutage. Der Hamburger Pfarrer Robert Zoske hat eine über 800 Seiten lange Dissertation über Hans Scholl, den älteren Bruder von Sophie Scholl, geschrieben. Seine These: Hans Scholl sollte als evangelischer Märtyrer geehrt werden.

    WDR 5 – »Diesseits von Eden« (03.04.2015)

  • Der Hamburger Pastor Robert M. Zoske zeigt in seiner Studie »Sehnsucht nach dem Lichte«, dass der Widerstand des führenden Kopfes der Weißen Rose als Akt wagemutiger Freiheit auch ein zutiefst religiöses Problem war. […] Hans Scholl sei sich der lebensgefährlichen Konsequenzen seines Handelns gegen den Staat bewusst gewesen, er habe »entweder ganz oder gar nicht« leben wollen.

    Weiße Rose Stiftung München – Jahresrückblick 2015 (2015)

  • Unter der Nachlassbänden [Aicher-Scholls] hat der Theologe Robert M. Zoske ein Konvolut von Texten entdeckt, die der Forschung unbekannt geblieben waren [...]. Und so ist das Auffinden der neuen Quellen ein echter Glücksfall. [...] Zoske hat die von ihm entdeckten Texte sorgfältig analysiert und zeitgeschichtlich eingeordnet. [...] Wer wissen will, wer Hans Scholl als der führende Kopf der „Weißen Rose‟ war und was er gewollt hat, wird an Robert M. Zoskes Buch nicht vorübergehen dürfen.

    Internationale Bonhoeffer-Gesellschaft / Bonhoeffer Rundbrief (05/2015)

  • Die einzigartigen Dokumente [in Zoskes Studie] zeigen Scholl nicht nur von einer bisher unbekannten Seite, sie belegen darüber hinaus unzweifelhaft die Bedeutung des christlichen Glaubens für den Neunzehnjährigen. […] Der christliche Glaube war für Scholl nicht primär Trost und in keiner Weise Vertröstung, sondern die entscheidende Kraft seines widerständigen Freiheitskampfes.

    ansätze – Verband der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland (ESG) (2+3 2015)

  • Eher durch Zufall wurde der in Norddeutschland lebende Pastor Robert M. Zoske auf den in München lagernden, 799 Bände umfassenden Nachlass von Inge Aicher-Scholl aufmerksam, der ältesten Schwester Hans Scholls. Zoske stieß auf das, was er einen »verborgenen Schatz« nennt, auf Zeugnisse, die Scholl von einer bisher unbekannten Seite zeigen. In seiner umfangreichen, biografisch angelegten Dokumentation stellt Zoske auch die vielen Gedichte Scholls vor [...]. Sie zeigen seine Hinwendung zum christlichen Glauben in einem geradezu existenziellen Sinne: »Die einzig helle Stelle, die uns geblieben ist: Christus. Unser ganzer Hintergrund und Wegweiser ist Er.«

    Stuttgarter Zeitung (126/2015)

  • Der Fund einer größeren Anzahl unbekannter Prosa- und Lyrik-Schriften von Hans Scholl führt unter den Händen von Robert M. Zoske zu einer glückhaften Entdeckung zum Verständnis seines Widerstandes gegen Hitler und das Nazi-Regime. […] Zoske begleitet Scholl auf dem Weg in den Widerstand mit spürbarer Empathie und zugleich mit gebotener wissenschaftlich-analytischer Distanz. Er nimmt den Leser mit in einen spannenden und erhellenden Diskurs. Die Wirkmächtigkeit des christlichen Glaubens für den Freiheitskampf scheint durch diese Studie in neuem Licht. Scholls Leben und Sterben bleiben »Anklage und Auftrag«.

    Deutsches Pfarrerblatt (Heft 7/2015)

  • Es gelingt Zoske, die grundlegende Zerrissenheit im Denken und Fühlen Scholls, die sein kurzes Leben bis zuletzt charakterisierte, anschaulich und nuancenreich nachzuzeichnen. […] Eine komplizierte Sexualität und eine nicht minder komplizierte Religiosität, beides, Sex und Glaube, von einer Fülle eigentlich unvereinbarer Gefühle getrieben, bilden in Scholls Persönlichkeit eine unauflösbare Einheit […]. Eine Ahnung von der Genese dieser komplexen, patchworkartigen Charakterstruktur vermittelt zu haben ist gewiss nicht das geringste Verdienst dieses Buches.

    Capri – Zeitschrift für schwule Geschichte (Nr. 49 – 09/2015)

  • Akribisch hat Zoske die vielfachen Umstände des Lebensweges nachgezeichnet und den langwierigen und auch – in der Sprache der Gedichte – offensichtlich schmerzhaften Kampf in Scholls Seele nachempfunden. Diese Quellen erklären den inneren Prozess hin zur Ausbildung der Bereitschaft, aktiv Widerstand zu betreiben.[...] Das ist die Stärke dieser Analyse, dass Zoske im Beruf Theologe ist – er konnte diese Texte entschlüsseln und den theologischen Kontext verständlich machen. Mit seiner Analyse und Interpretation des literarischen Werkes von Scholl wird der christliche Hintergrund des Widerstandes der Weißen Rose neu und weiter verdeutlicht.

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) (01/2016)

Ähnliche Bücher