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Rainer Welle: … vnd mit der rechten faust ein mordstuck – Baumanns Fecht- und Ringkampfhandschrift

Rainer Welle

… vnd mit der rechten faust ein mordstuck – Baumanns Fecht- und Ringkampfhandschrift

Edition und Kommentierung der anonymen Fecht- und Ringkampfhandschrift Cod. I.6.4° 2 der UB Augsburg aus den Beständen der ehemaligen Öttingen-Wallersteinschen Bibliothek

»so magstu im auch ein mordstuck thun« – solche und ähnliche Ringkampfanweisungen sind in der hier vorgestellten anonym verfassten Handschrift aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu finden. Was dem heutigen Leser und Ringkampffreund als unsportlich erscheinen mag, verweist jedoch auf die enge Verflechtung des Ringens mit der Alltagswirklichkeit des mittelalterlichen Kriegers. Die heute in der Augsburger Universitätsbibliothek aufbewahrte Handschrift enthält in Wort und Bild die umfangreichste und klar strukturierteste Ringkampflehre des gesamten Mittelalters. Die Bedeutung der anonymen Ringkampfdokumentation war Zeitgenossen durchaus bewusst, und so scheint es nur folgerichtig, dass auch Albrecht Dürer als einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit sie in Händen hielt und nahezu vollständig für sein eigenes Kampfbuch getreu kopierte.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 472 Seiten
    Format: 24 x 16,5
    ISBN 978-3-8316-4377-6
    Erschienen: 02.09.2014

    74,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Rainer Welle, geboren 1956, studierte Germanistik, Geschichte und Sportwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Seit seiner Dissertation – »… und wisse das alle höbischeit kompt von deme ringen« Der Ringkampf als adelige Kunst im 15. und 16. Jahrhundert (1993) – publiziert er auf dem Gebiet der frühneuhochdeutschen Fachprosa des Fechtens und Ringens mit dem Schwerpunkt ihrer sozialhistorischen Verortung in der spätmittelalterlichen Lebenswirklichkeit an der Schwelle zur Neuzeit. Er lebt als freier Publizist in Pfaffenweiler.

Auszüge aus Rezensionen

  • Welles wissenschaftliche Untersuchung der Handschrift lässt kaum Wünsche offen und deckt sowohl den kodikologischen als auch den kunstwissenschaftlichen und den praktisch perspektivierten Forschungsbereich ab. […] Welle liefert verlässliche und verständliche Antworten und bietet Historischen Fechtern nicht nur Impulse für die Interpretationsarbeit, sondern auch Argumente, um ihre Erkenntnisse in der Diskussion zu verteidigen.

    Fechtgeschichte (01.11.2014)

  • Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Arbeit von Dr. Welle das Geld mehr als wert ist. Es enthält alles, was so ein Werk enthalten sollte, inklusive bereichtigter Kritik am Kollegium – was das Lesen doch sehr amüsant gestaltet […].

    Österreichischer Fachverband für historisches Fechten (03/2015)

  • […] this two volume edition pushes up the standards very high and I truly hope that scholars and researchers will take it as a model for their own forthcoming editions. Distinguished by completeness, this is, and will remain, a benchmark study of this manuscript.

    Acta Periodica Duellatorum (3/2015)

  • Zum Tafelband braucht man eigentlich nur wenig zu sagen, weil er in seiner hohen Reproduktionsqualität für sich selber spricht … Insgesamt handelt es sich hier um einen sehr wichtigen Beitrag zur Erforschung der Fecht- und Ringkampftechnik im späten Mittelalter.

    Mediaevistik. Internationale Zeitschrift für interdisziplinäre Mittelalterforschung Bd. 28 (2015)

  • Der Vf. legt hier eine ausführlich eingeleitete
    und solide Edition vor. Die Strukturanalyse des komplexen Kompilats hat
    von seinem fecht- und ringpraktischen Fachwissen zweifellos profitiert. Die
    quantitative und qualitative Analyse der Text-Bild-Relationen weist in eine
    Richtung, die bei den Untersuchungen illustrierter Corpora insbesondere im
    Bereich der Wissensvermittlung in den letzten Jahren vermehrt Anwendung
    fand und künftig weitere Erkenntnisgewinne verspricht.

    Deutsches Archiv für
    Erforschung des Mittelalters
    Band 74-1 (2018) (2018)

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