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Armin Gugau: Untersuchungen zum Landshuter Erbfolgekrieg von 1504/1505

Armin Gugau

Untersuchungen zum Landshuter Erbfolgekrieg von 1504/1505

Die Schäden und ihre Behebung

Der Landshuter Erbfolgekrieg von 1504/1505 gehört zu den weitgehend vergessenen und teilweise in ihrer Bedeutung unterschätzten historischen Ereignissen in der Geschichte Bayerns. In dem erbittert um das Erbe Herzog Georgs des Reichen geführten Waffengang wurden weite Teile der Pfalz, Nieder- und Oberbayerns verwüstet. Mit der hier vorliegenden Arbeit betritt der Autor Neuland und untersucht erstmals das Ausmaß der Zerstörungen von 1504/1505, ihre Verteilung und ihre Behebung. Das Ergebnis der Studie macht deutlich, dass der Landshuter Erbfolgekrieg zu den furchtbarsten Kriegsereignissen zählt, die je über Bayern hereingebrochen sind. Der Konflikt hatte drastische Folgen für die Landwirtschaft. In allen Landesteilen können selbst nach Jahrzehnten noch zerstörte und öde Hofstellen nachgewiesen werden. Im öffentlichen Bewusstsein sind jedoch die Schrecken, die angerichteten Schäden und die jahrzehntelangen Nachwirkungen des Landshuter Erbfolgekrieges überdeckt und überlagert von den Zerstörungen und Gräueln des Dreißigjährigen Krieges.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 380 Seiten
    Format: 24 x 17
    ISBN 978-3-8316-4387-5
    Erschienen: 28.10.2015

    54,00 €

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Über den Autor

Dr. Armin Gugau M.A. studierte an den Universitäten Regensburg und München (LMU) Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Pädagogik.

Auszüge aus Rezensionen

  • Es sind nicht spektakuläre Ergebnisse, die diese Arbeit wichtig machen, sondern es ist der Handbuchcharakter: Jede historische Beschäftigung mit dem altbayerischen Raum am Beginn der Neuzeit, wird die Details und die Ergebnisse dieser Studie berücksichtigen müssen, da Gugau überzeugend die tiefgreifende Wirkung des Landshuter Erbfolgekrieges für den bayerischen Raum aufzeigt.

    Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg (Band 155)

  • Diese Aufzählung zeigt auch, dass der Krieg ein „Abnutzungs- und Ermüdungskrieg“ war (S. 328), der vor allem die ländliche Bevölkerung erheblich traf. […] Man mag ihm also beipflichten, wenn er einen „tiefgreifenden sozialgeschichtlichen Einschnitt“ in der Geschichte Bayerns erkennen will.

    Ostbayerisches Magazin lichtung
    Oktober 2016/4 (10/2016)

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