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Karl Rösch: Franz Josef Strauß – Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Weilheim 1949–1978

Karl Rösch

Franz Josef Strauß – Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Weilheim 1949–1978

Franz Josef Strauß ist allgegenwärtig: Als Bezugsperson in der Tagespolitik, als Vergleichsperson in der Berichterstattung, in den vielen Versuchen der Medien, seine geschichtliche Bedeutung aufzuarbeiten und zu manchmal großem Amüsement als Wiedergeburt im politischen Kabarett ist Franz Josef Strauß seit seinem Tod 1988 nach wie vor in der Öffentlichkeit präsent.
Die vorliegende Arbeit betrachtet erstmals die Rolle von Strauß als direkt gewähltem Bundestagsabgeordneten im Bundeswahlkreis Weilheim. Diese Funktion hat Strauß am längsten von allen seinen politischen Ämtern ausgeübt: Bei acht Wahlen im Bundeswahlkreis Weilheim war er unangefochten erfolgreich, so dass man heute noch vom „Strauß-Wahlkreis“ spricht. Das „Strauß-Büro“, die Bundeswahlkreis-Geschäftsstelle in Schongau, war Mittelpunkt seiner politischen und organisatorischen Arbeit vor Ort.
Der Autor analysiert Bilder und Dokumente von Zeitzeugen und Briefe von Strauß und von Petenten und verwendet Material aus bisher unveröffentlichten Privatsammlungen.
So entsteht ein Straußbild, das so gar nicht zu den Klischeevorstellungen zur Person Strauß passt.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 618 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4392-9
    Erschienen: 17.12.2014

    49,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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  • EBook: 618 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-7098-7
    Erschienen: 13.01.2015

    34,99 €

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Über den Autor

Dr. phil. Karl Rösch, geboren 1943, studierte von 1962 bis 1969 Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach seinem Berufsleben bei der Firma Siemens AG in München begann er 2006 ein Promotionsstudium im Fach Bayerische Geschichte in München, das er 2013 mit der Promotionsprüfung abschloss. Seine Dissertation ist in diesem Band veröffentlicht.

Auszüge aus Rezensionen

  • Rösch zeigt den lokalen Strauß. Der Weltpolitiker dahoam sozusagen. Dazu hat er lokale CSU-Archive durchforstet und mit Schongauer, Tölzer und Weilherimer Weggefährten des CSU-Riesen gesprochen […].

    Münchner Merkur (9/2015)

  • Franz Josef Strauß war stolz auf seine zweite Heimatstadt Schongau. Hier begann seine Karriere als Politiker, und zur Grundlage seines Wirkens in der Bundesrepublik gehörte die umfassende Wahrnehmung der Aufgaben eines direkt gewählten Bundestagsabgeordneten. Dies belegt Karl Rösch in seiner Dissertation

    Schongauer Nachrichten (47/2015)

  • Mit der jetzt als Buch erschienenen Dissertation »Franz Josef Strauß – Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Weilheim 1949–1978« von Karl Rösch wurde eine Lücke geschlossen. In einigen Jahren wäre dies so wohl nicht mehr möglich gewesen.

    Merkur – Online (26.02.2015)

  • Als Gesamteindruck aus der Untersuchung unzähliger Dokumente und Zeitzeugenberichte zeichnet Rösch das Bild eines in der Bevölkerung beliebten Politikers, der mit Leidenschaft, Fleiß und Pflichtgefühl gegenüber den Wählern sein Mandat ausfüllte.

    der altlandkreis (03/04 2015)

  • »Ihr Buch leistet einen
    wertvollen Beitrag zum Wirken meines Vaters in Wahlkreis Weilheim. […] Haben Sie vielen Dank für Ihre profunde
    Recherche, denn ohne Sie gäbe es zu dieser Zeit keine genaue
    Beschreibung des politischen und persönlichen Wirkens meines Vaters.«

    Monika Hohlmeier (13.03.2015)

  • »Mit dem umfangreichen Buch über Franz Josef Strauß als Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Weilheim von 1949 bis 1978 unternimmt Karl Rösch den beeindruckenden Versuch, das Wirken von Franz Josef Strauß in seiner Heimat darzustellen. Das Buch ist eine Fundgrube für wichtige Ereignisse und ist auch eine historische Lehrstunde für die Anfangszeit der Bundesrepublik Deutschland. Ich habe es fast in einem Zug durchgearbeitet, so sehr hat es mich interessiert.«

    Dr. Theodor Waigel (23.03.2015)

  • »Eine Untersuchung der Wahlkreisarbeit von Strauß und den Beziehungen zu seinem dreißig Jahre vertretenen Wahlkreis fehlte bisher. Insofern schließt die vorliegende, aus einem umfangreichen Quellenstudium erwachsene Arbeit tatsächlich eine Forschungslücke.«

    Prof. Dr. Horst Möller, ehem. Leiter des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin (04/2015)

  • »Es liest sich gut und lässt Vergessenes wieder aufleben.«

    Ermelinde Schäffler, ehem. Sekretärin von Franz Josef Strauß (04/2015)

  • Den Schwerpunkt des Buches bildet das zehnte Kapitel, in dem Rösch ausführlich die Arbeit des Abgeordneten Strauß in seinem Wahlkreis analysiert. Er geht dabei auf nahezu jeden Aspekt ein, der mit der Tätigkeit eines gewählten Volksvertreters verbunden ist. […]

    Dennoch wird niemand, der sich künftig mit der politischen Biographie des Abgeordneten Strauß befasst, an diesem Buch vorbeikommen. Auch wenn nicht alle angesprochenen Bereiche ausführlich behandelt werden, vermittelt es doch einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Aufgaben, mit denen sich Strauß in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter konfrontiert sah. Während sich für die Geschichte der CSU kaum neue Erkenntnisse gewinnen lassen – das hatte Rösch auch nicht vor –, gewinnt man neue Einblicke in die politische Arbeit von Franz Josef Strauß, die vielleicht helfen können, mit alten Klischees aufzuräumen.

    SEHEPUNKTE (15 (2015)/5)

  • Insofern ist Röschs Detailstudie eine absolute Pionierarbeit, die auf einer sehr breiten, nicht einfach zu erschließenden, aber im Ergebnis sehr sorgfältig ausgewerteten Quellenarbeit beruht. Schließlich zeigt Rösch an Strauß’ Wahlkreisarbeit viele frühe Tugenden auf, die dem "großen" Strauß später von unermesslichem Nutzen waren, und leistet insgesamt einen wichtigen Beitrag zu einem sachlichen und schärfer kontrastierten Bild des Politikers Franz Josef Strauß.

    Politische Studien 463 – Orientierung durch Information und Dialog (09.2015)

  • Die gesamte Wahlkreisarbeit war neben den Anliegen der Heimatregion ausgerichtet auf das politische Ziel von Strauß, jedes Mal als Direktkandidat gewählt zu werden. Eine Abwahl wäre eine politische Sensation gewesen. Stattdessen gewann er alle Wahlen mit wachsenden Mehrheiten. Seine Erststimmenresultate lagen in der Regel über den Zweitstimmen-Ergebnissen und merklich über den CSU-Ergebnissen in Bayern. In seinem Wahlkreis hatte Strauß all die Jahre keine ernstzunehmenden Gegner.

    Süddeutsche Zeitung (05.09.2015)

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