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Alexandra Maria Rothkegel: Rhythmus als anthropologische Bildungsaufgabe in der Grundschule

Alexandra Maria Rothkegel

Rhythmus als anthropologische Bildungsaufgabe in der Grundschule

Fächerübergreifende Studien mit musikpädagogischem Schwerpunkt

Wie erleben Kinder Rhythmus? Jeder Mensch lebt vom Beginn bis zum Ende seines Lebens eingebunden in unzählige Rhythmen. In diesem Buch wird erstmalig umfassend und anschaulich dargestellt, wie Kinder rhythmische Phänomene aus den Bereichen Natur, Körper, Entwicklung, Gesellschaft, Erziehung, Unterricht, Zeit, Bewegung, Musik und Kunst erleben. Zusätzlich gewährt eine interdisziplinäre Projektstudie, in der die Fächer Musik- und Kunsterziehung verknüpft werden, einen tiefen Einblick in kindliches Erleben und Denken.
Die auf der Grundlage der phänomenologischen Forschungsmethode entstandenen originalen Schülerdokumente und authentischen Äußerungen stellen eine Fundgrube für jeden am Thema Rhythmus Interessierten dar.
Die Forschungsergebnisse lassen eine erstaunliche Wahrnehmungsfähigkeit und Offenheit von Kindern gegenüber dem Thema Rhythmus erkennen. Hieraus ergibt sich eine besondere pädagogische Chance, die genutzt werden sollte. Das Buch bietet hierzu vielfältige praktische Anregungen für Erziehung und Unterricht – in allen Schulfächern und im Schulleben.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 586 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0130-1

    49,00 € (Preisbindung aufgehoben)

    vergriffen – Neuauflage erhältlich: ISBN 978-3-8316-8113-6

Auszüge aus Rezensionen

  • Wenn wir uns auf die Suche nach bewegungspädagogischen Grundbegriffen begeben, die für die Grundschuldidaktik von besonderem zenralem Interesse sein sollen, dann werden wir früher oder später zur Rhythmuspädagogik gelangen. Erstaunlicherweise liegen zu diesem Thema in der Sportpädagogik zwar einige grundsätzlich ausgerichtete, bewewgungstheoretisch orientierte und altersübergreifende Arbeiten vor, aber keine aktuellen Studien, deren Verfasser sich explizit mit den Lern- und Entwicklungsaufgaben von Grundschulkindern befassen. Von daher wirkt es auch in dieser Hinsicht überaus wohltuend, in anderen Fachdisziplinen auf entsprechende Arbeiten zu stoßen. In diesem Fall im Feld der Musikpädagogik, in dem Alexandra Rothkegel eine überaus umfangeiche und manchmal auch sehr detailverliebte und präzise Dissertation geschrieben hat, in der sie der Frage nachgeht, wie Kinder Rhythmus erleben. Die Verfasserin steckt zunächst eine breit angelegte und interdisziplinär ausgerichtete Klärung des Rhythmusbegriffes und -verständnisses ab, bevor sie das Rhythmische als Phänomen in und aus der Welt von Kindern beschreibt. Mit diesem theoretischen Hintergrund führt sie konsequenterweise eine phänomenologische Forschungsstudie durch, deren Ergebnisse Einblicke in die Wahrnehmungsfähigkeiten und und Rhythmusbezüge von Kindern erlauben. Das Buch beeindruckt auch in sportpädagogischer Sicht und zeichnet sich durch zwei handfeste Vorteile für Lehrer, Erzieher und Pädagogen aus: Die Autorin liefert nämlich noch zahlreiche praktische Anregungen und eine umfangreiche und sehr detaillierte Literatur- und Quellenübersicht zum Thema.

    SportPraxis (4/2007)

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