Eva-Monika Turck
Stefan Moses – Gestische Topographie Ostdeutschlands
Im Winter 1989/90 bis in die Tage der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 fuhr Stefan Moses durch die untergehende Deutsche Demokratische Republik. Neben Bildern am Wege hat er die Übersiedler aufgenommen. Sein Hauptinteresse aber galt denen, die riefen: »Wir bleiben hier!« Menschen aus verschiedensten Berufen stellten sich auf seinem grauen Wandertuch mit ihren Requisiten dar.
In der vorliegenden ersten wissenschaftlichen Arbeit über Stefan Moses wird untersucht, ob Moses’ Porträtwerk ein Geschichts- oder Kunstdokument ist. Kann die Fotografie überhaupt einen historischen Prozess fixieren und interpretieren? Können ostdeutsche Charaktere im Bild sichtbar gemacht werden? Ist Moses' Porträtwerk ein authentisch bezeugendes oder ästhetisch überinszenierendes Dokument?
Moses’ Fotografien werden als Texte gelesen und entschlüsselt. Ihre Stellung zwischen Live- und Conceptfotografie spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Leseproben
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broschiert: 380 Seiten Format: 20,5 x 14,5 ISBN 978-3-8316-0197-4 38,00 € (Preisbindung aufgehoben)