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Alexander Warnke: Theologische Ethik angesichts des Kapitalismus

Alexander Warnke

Theologische Ethik angesichts des Kapitalismus

Modelle und Konsequenzen

In dem vorliegenden Buch geht Alexander Warnke davon aus, dass der transnationalen kapitalistischen Ökonomie in spätmodernen Gesellschaften ein Primat für Veränderungs- und Gestaltungsprozesse zukommt. Wesentliche Bereiche des Lebens sind einer starken Ökonomisierung unterworfen. Die daraus resultierende Herausforderung für eine theologische Ethik, die sich nicht allein auf die individuelle Umkehr des Menschen richtet, sondern nach neuen Strukturen des menschlichen Zusammenlebens fragt, nimmt Warnke an, indem er an unaufgebbare Momente im Diskurs der sechziger Jahre sowie an quer zum ›Mainstream‹ der Diskussion auch der folgenden Jahrzehnte liegende Entwürfe anknüpft. Dabei kommt die Gesellschaftsstruktur als konstitutives Bezugsproblem der theologisch-ethischen Theoriebildung in den Blick. Ausführlich werden die Ansätze von Wolf-Dieter Marsch, Yorick Spiegel und Ulrich Duchrow auf ihre weiterführenden Elemente hin untersucht und in einem abschließenden Teil in die Frage nach Transformationsmöglichkeiten der gegenwärtigen Ökonomie überführt.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 250 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0428-9
    Erschienen: 08.03.2005

    53,98 € (Preisbindung aufgehoben)

    wieder lieferbar ab ca. 06/2020

Auszüge aus Rezensionen

  • Warnke geht es weniger um eine materiale bzw. materialethische Auseinandersetzung mit den Folgen der Globalisierung. Vielmehr nähert er sich dem Thema in fundamentalethischer Absicht. Dabei verfügt er über ein gesellschaftstheoretisches Instrumentarium, wie man es in theologischen Arbeiten sonst kaum noch antrifft. Ganz überwiegend wird in der theologischen, oft auch in der philosophischen Ethik stillschweigend vorausgesetzt, dass sich auch moderne Gesellschaft(en) normativ mit den Institutionen des Rechts und der Moral steuern lassen. Warnke zeichnet überzeugend nach, dass in einer Gesellschaft, die auf dem Prinzip der funktionalen Differenzierung von einzelnen Funktionssystemen innerhalb der Gesellschaft basiert, diese Annahme nicht nur nicht selbstevident – man könnte auch sagen: naiv –, sondern geradezu unwahrscheinlich ist.

    Verkündigung und Forschung (54.Jahrgang 1/2009)

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