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Michael Gissenwehrer, Gerd Kaminski (Hrsg.): In der Hand des Höllenfürsten sind wir alle Puppen

Michael Gissenwehrer, Gerd Kaminski (Hrsg.)

In der Hand des Höllenfürsten sind wir alle Puppen

Grenzen und Möglichkeiten des chinesischen Figurentheaters der Gegenwart

Während sich das traditionelle Puppenspiel, das Marionettentheater und das Schattenspiel in den chinesischen Städten im Verdrängungswettbewerb mit DVD und Fernsehen kaum behaupten können, werden ihnen am Land durch ihr Mitwirken im religiösen und familiären Umfeld der Gemeinschaften durchaus Überlebenschancen zugestanden.
Auch führende Regisseure des Sprechtheaters, darunter Lin Zhaohua und Wang Yansong, entdecken auf der Suche nach neuen Darstellungsformen die alten Figuren und erproben ihre antirealistischen Qualitäten.
Der gefeierte Dramatiker Huang Weiruo schickt in seinem Stück Der Studiosus und der Henker, das in diesem Band zur Gänze abgedruckt ist, Puppen und Schauspieler auf eine irrwitzige Reise in die chinesische Theatergeschichte und in das Jahr 1905. Damals wurden die grausamen Hinrichtungen und die Beamtenprüfungen abgeschafft. Ein erfolgloser Studiosus und ein frustrierter Henker können sich schließlich mehr oder weniger fachfremd als Metzger bewähren.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • broschiert: 200 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0773-0
    Erschienen: 03.03.2008

    37,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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  • E-Book: 200 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0773-0
    Erschienen: 03.03.2008

Auszüge aus Rezensionen

  • Auch wenn die Überlegungen zu Grenzen und Möglichkeiten des chinesischen Figurentheaters der Gegenwart in dem von Michael Gissenwehrer und Gerd Kaminski gemeinsam herausgegebenen Band auf die Tradition des Schattenspiels und ein mit Puppen und Marionetten experimentierendes SchauspielerInnentheater beschränkt bleiben, werden spannende Diskussionen über diese besondere Theaterform eröffnet und einem europäischen Publikum interessante Einblicke in Arbeiten des zeitgenössischen Theaters in China geboten.

    Daniela Pillgrab in:[rezens.tfm] e-journal (06.05.09)

  • Anspruchsvoll ist das Buch, weil es durch Forschungen und Sachkenntnis der Autoren ausgesprochen fundiert, der einen das Buch nicht weglegen läßt. Es wurde geschafft, ein Buch zu schreiben, das man in ein paar Stunden durchlesen kann, um einen kompletten Einblick zu haben, mit dem man sich danach aber, wenn man richtig eintaucht, lange beschäftigen kann. Wertvoll ist auch der Anhang. Es bleibt zu hoffen, daß dieser Band nicht so schnell vergriffen ist, damit man ihn noch lange weiterempfehlen kann.

    Ulrike Sümegi in theaterforschung.de (14.07.2009)

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