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Jens Barschdorf: Freigelassene in der Spätantike

Jens Barschdorf

Freigelassene in der Spätantike

Römische Freigelassene nehmen in den überlieferten Quellen der späten Republik sowie der frühen und hohen Kaiserzeit eine herausragende Position ein. Detaillierte Untersuchungen zu der Lebenssituation der ehemaligen Sklaven am Wendepunkt zwischen Antike und Mittelalter gibt es jedoch kaum. Diese Lücke versucht die hier vorgelegte Studie zu schließen. In einer Welt, die von einem politischen Umbruch geprägt war, bietet die Untersuchung eines Bevölkerungskreises, der sich in fast allen gesellschaftlichen Gruppen finden lässt, die Möglichkeit, Veränderungen und Kontinuitäten dieser Epoche darzustellen. Ausgehend von einer gründlichen Quellenrecherche werden alle Lebensbereiche der Freigelassenen von der Freilassungsrate über die Patronatsbeziehung und die Familienplanung bis hin zu ihrer Rolle in der Wirtschaft untersucht. Auch ihre soziale Position, die vom Umgang mit der restlichen Gesellschaft abhängig war, wird als zentraler Baustein analysiert. Auf diese Weise ergibt sich ein Bild, das die Situation der ehemaligen Sklaven in der Spätantike gerade im Vergleich zur hohen Kaiserzeit und zum Frühmittelalter in ihrer Komplexität vermittelt.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 334 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4143-7
    Erschienen: 19.04.2012

    53,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Jens Barschdorf, Jahrgang 1982, hat von 2002 bis 2007 Alte Geschichte, lateinische Philologie und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München auf Magister Artium studiert. Er war von 2008 bis 2011 Mitglied des Graduiertenkollegs „Formen von Prestige in den Kulturen des Altertums“ und wurde im Juli 2011 an der LMU München promoviert.

Auszüge aus Rezensionen

  • Barschdorf zeichnet ein buntes Bild der Situation der ehemaligen Sklaven in der Spätantike, das viele Kontinuitäten erkennen lässt. Neben dem Abhängigkeitsverhältnis zum Patron, ihrer familiären und rechtlichen Situation werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder betrachtet.
    Das Spektrum der angeführten Quellen ist weit gestreut und reicht bis zu Testamenten und Kirchenrechtssammlungen des 8./9. Jhs.n.Chr.

    Antike Welt – Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte (1/2013)

  • Bemerkenswert sind das Heranziehen und die Bearbeitung unterschiedlicher Quellengattungen, wodurch die Untersuchung zu einer Fundgrube für weitere Studien wird; zumal ein Quellenverzeichnis am Ende des Buches den Zugang erleichtert. […] Die wesentlichen Kriterien der Freilassung, des Status der Freigelassenen und der Freilassungsfolgen werden erfasst und besprochen.

    Historische Zeitschrift (298/1)

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