utzverlag

Melina Pfeffer: Anthropomorphisierung im Animationsfilm

Melina Pfeffer

Anthropomorphisierung im Animationsfilm

Die Scheinwerfer der Autos, der Doppelpunkt vor der Klammer, die Fenster eines Hauses – nicht ohne Grund werden sie oft als Augen erkannt. Der Mensch in einer anthropozentrischen Welt neigt dazu, seine Umgebung zu vermenschlichen: Gegenständen, Tieren und der Natur werden Attribute des Menschen zugesprochen, die sie tatsächlich gar nicht besitzen. Durch diese Anthropomorphisierung projiziert der Mensch seine Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte auf seine Umwelt. Deshalb dient sie nicht zuletzt im Animationsfilm als Mittel der Erzeugung von Emotionen und Nähe. Die Aspekte der menschlichen Darstellung animierter Figuren und ihre Wirkung ist Kern dieser Dissertation. Sie liefert eine detaillierte und wissenschaftliche Analyse der Anthropomorphisierung auf vielen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven.

Mit diesem Werk wurde das Forschungsgebiet der Anthropomorphisierung innerhalb der Kultur- und Medienwissenschaften eröffnet und eine Grundlagenarbeit für viele weitere Forschungsschwerpunkte geschaffen. Eine wissenschaftlich präzise Arbeit, die auch für Nicht-Wissenschaftler verständlich, anschaulich und ansprechend ist.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 352 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4165-9
    Erschienen: 04.07.2012

    54,00 € (Preisbindung aufgehoben)

    In den Warenkorb

Über den Autor

Melina Pfeffer wurde 1984 in München geboren und interessierte sich seit Kindesalter für Geschichten und für Tiere. Mit immer mindestens einem Vierbeiner im Haus und später mehreren auf der Weide, fand sie einen idealen Ausgleich zu Schule und Studium. Während des Studiums der Theaterwissenschaft legte Melina Pfeffer den Schwerpunkt auf die Kinderbühne, das Bauerntheater und besonders die Filmwissenschaft.

Ähnliche Bücher

  • Marie-Christine Bischur: Das thailändische Khon

    Marie-Christine Bischur

    Das thailändische Khon

    Das thailändische Khon – die bedeutende traditionelle Theaterform Thailands – unterliegt einem Wandel. Seit seiner Entstehung ist es dem Kräftemessen stets neuer Akteure ausgesetzt und versucht sich, in einem spannungsreichen Geflecht aus divergierenden Anforderungen verschiedener Institutionen, wiederkehrend neu zu positionieren.

  • Saskia Haisch: Auf den Spuren der Wirklichkeit

    Saskia Haisch

    Auf den Spuren der Wirklichkeit

    Ausgehend von der Aussage Kieślowskis, dass er stets versuche, die Realität authentisch auf Filmmaterial zu bannen, folgt die Autorin den Spuren des künstlerischen Schaffensprozesses des Regisseurs und untersucht anhand detaillierter Filmanalysen ausgewählter Filmwerke den formalen, inhaltlichen und filmästhetischen Wandel in Kieślowskis Œuvre.

  • Magdalena Fürnkranz: Elizabeth I in Film und Fernsehen

    Magdalena Fürnkranz

    Elizabeth I in Film und Fernsehen

    Das Medium Film findet an der englischen Königin Elizabeth I seit über hundert Jahren seine Faszination. Im Laufe der Filmgeschichte vollzieht die Virgin Queen eine Metamorphose von der verliebten Jungfrau über die Iron Lady zur utopisierten Demokratin.

  • Michael Gissenwehrer, Anna Stecher (Hrsg.): Chinas Schauspiel. Nah am Nerv.

    Michael Gissenwehrer, Anna Stecher (Hrsg.)

    Chinas Schauspiel. Nah am Nerv.

    Lange war die Rede vom Aufschwung Chinas, unterlegt mit beeindruckenden Zuwachsraten. Das neue Selbstbewusstsein führte dann zum Anspruch auf Augenhöhe mit den sogenannten globalen Supermächten. Gegenwärtig sinkt die Scheu, auszusprechen, die neue Weltordnung könnte gewaltsam entschieden werden.