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Carola Maria Werhahn: Die Stiftung des Victor von Carben (1423–1515) im Kölner Dom

Carola Maria Werhahn

Die Stiftung des Victor von Carben (1423–1515) im Kölner Dom

Glaubenspropaganda zwischen Judentum und Christentum in Text und Bild

Der vom Judentum zum Christentum konvertierte Victor von Carben (1423–1515) erhält zwischen 1505 und 1510 die Möglichkeit, an prominenten Stellen im Kölner Dom zwei Figurengruppen zu stiften: Eine Verkündigungsgruppe und eine »Große Heilige Familie« mit ihm selbst als kniendem Geistlichen. Ungefähr zeitgleich verfasst er Schriften prochristlichen und antijüdischen Inhaltes, die zugleich einen Einblick in seine Vita geben. In diesen Publikationen präsentiert er sich ebenfalls als Stifter, indem er in einem Holzschnitt zu Füßen der Gottesmutter Maria dargestellt ist. Diese Gesamtinszenierung seiner Person und seines christlichen Glaubens in diesen verschiedenen Medien ist singulär und wird durch seine überlieferte Grabsteininschrift sowie durch den Umstand, dass sein Todesdatum auf die Nacht vor Maria Lichtmess fällt, abgerundet.
Diese interdisziplinäre Arbeit geht den Fragen nach: Welches theologische Programm wird im Kölner Dom in der Stiftung in Verbindung mit den Aussagen in seinen Schriften präsentiert? Aus welchem Grunde und mit welcher Intention stiftet Victor von Carben die Figurengruppen und welche Funktion übernimmt die Stiftung für einen Auftraggeber?
Die Arbeit leistet einen Beitrag für das Verständnis, wie im ausgehenden Mittelalter Glaubenspropaganda für das Christentum in den Medien Bild und Text sowie auf verschiedenen Rezeptionsebenen betrieben wurde.

  • Hardcover: 302 Seiten
    Format: 24 x 17
    ISBN 978-3-8316-4196-3
    Erschienen: 28.05.2013

    94,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Carola Maria Werhahn, geb. Geiecke, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn.

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