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Husain Zangana: Theater als therapeutische Erinnerungsarbeit

Husain Zangana

Theater als therapeutische Erinnerungsarbeit

Das Amanat-Projekt in Sati / Kurdistan

Gedichte über kurdische Frauen, die 1988 Opfer der Al-Anfal-Ereignisse wurden, bei denen 182 000 Menschen im Irak verschleppt worden waren, bewegten mich zum Schreiben des Theaterstücks Amanat. Unter Gefahren wurde Amanat mit und für Menschen 2007 in der Nähe von Kirkuk einmalig an zwei verschiedenen Orten aufgeführt. Mit Beteiligung der Angehörigen wurde ein Gedenkstein mit den Namen der Vermissten aufgestellt und ein Baum für jedes Opfer gepflanzt. 2016 wurde ein Theatermonument innerhalb eines theatralen Rituals eingerichtet. Diese Produktion erweitert die Vorstellungen des europäischen Theaters.
Vielfältige belastende Erinnerungen machen das Leben und Denken schwer. Der Zugang zu Therapie ist in vielen Ländern keine etablierte Kultur. Das Ende eines Krieges ist nicht das Ende des Krieges in den Köpfen vieler Menschen. Welche therapeutische Wirkung hat das Theater auf Menschen, die Angehörige durch ein Gewaltereignis verloren haben? An wen richtet sich ein therapeutisches Theatermodell?

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 312 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4699-9
    Erschienen: 23.03.2020

    52,00 €

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Über den Autor

Hawre Zangana ist der Künstlername von Husain Zangana. Er ist Autor und Regisseur in Deutschland und Kurdistan. Neben vielen Veröffentlichungen über kurdisches und interkulturelles Theater publizierte er 2002 das Buch „Theater als Form des Widerstandes in Kurdistan“. Er war zwei Jahre Mitglied des Migrationsbeirats der Landeshauptstadt München. Er ist Mitbegründer der kurdischen Kulturschule Rojin in München und Mitbegründer des Münchner internationalen Theaters. Zangana arbeitet als Pädagoge und therapeutischer Berater in München.

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