utzverlag

Michael Gissenwehrer, Anna Stecher (Hrsg.): Chinas Schauspiel. Nah am Nerv.

Michael Gissenwehrer, Anna Stecher (Hrsg.)

Chinas Schauspiel. Nah am Nerv.

Sechs Stückübersetzungen

Lange war die Rede vom Aufschwung Chinas, unterlegt mit beeindruckenden Zuwachsraten. Das neue Selbstbewusstsein führte dann zum Anspruch auf Augenhöhe mit den sogenannten globalen Supermächten. Gegenwärtig sinkt die Scheu, auszusprechen, die neue Weltordnung könnte gewaltsam entschieden werden. In Anbetracht dieses bedrohlichen Wahnsinns der Mächtigen müssen sich alle berufen fühlen, mitzureden, und jenes dafür notwendige Interesse und Wissen bezüglich China jenseits von Stereotypisierung, medialen Plattitüden und Manipulation zu entdecken.
Theater war und ist eine privilegierte Kunstform, die Menschen, die Zeit und ihre Probleme zu benennen und zu diskutieren – Gegenrede zu wagen. In diesem Band liegen Werke von Zhou Shen und Liu Lu, Yao Yuan, Gao Xingjian, Guo Shixing, Lin Weiran, Huang Jisu vor. Die besten chinesischen Dramen der letzten Jahre. Sie ermöglichen ein immens breites Verständigungsfeld für Fremdheit und Nähe, besondere geschichtliche Bedingungen, eine beglückende oder überfordernde Gegenwart, bis hin zu Versprechungen oder Ängsten der Zukunft. Die Auseinandersetzung mit traditionellen Überlieferungen von Erfahrung und dem Denken moderner Chinesen bereichert in ihrer Unterschiedlichkeit, sie führt aber früher oder später auch zur Erkenntnis, dass die großen Themen von Leben, Tod und Liebe wie auch die alltäglichen Mühen und Freuden so anders nicht sind als für Leserinnen und Leser hierzulande. Ein Grund mehr für Respekt und Freundschaft.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 446 Seiten
    Format: 14,5 x 20,5
    ISBN 978-3-8316-4709-5
    Erschienen: 17.05.2018

    64,00 €

    In den Warenkorb
  • Ebook (PDF): 450 Seiten
    Format: 14,5 x 20,5
    ISBN 978-3-8316-7379-7
    Erschienen: 30.05.2018

    44,99 €

    Bei Ciando kaufen

Ähnliche Bücher

  • Yinan Li: 当代剧场访谈录. Juchang Performance in Contemporary Chinese Society (1980–2020)

    Yinan Li

    当代剧场访谈录. Juchang Performance in Contemporary Chinese Society (1980–2020)

    剧场这一术语,被中国戏剧教授李亦男在特定语境下加以介绍和定义。这本独特的选集收录了其与九位1980年代后期在不同方面贡献卓著的中国戏剧人的访谈。这些与拥有不同的成长背景、年龄、艺术观点的剧场人的对话彰显了剧场这一概念开放和包容的特质。受访者们都曾在不同时期,不同时代精神下活跃在中国戏剧界,彼此之间拥有深刻的联结并相互影响。该选集是一部剧场人立足于创作实践,从崭新的视角看待当代中国戏剧不断变化形态的开创之作。 The term juchang is introduced, contextualized and defined by leading professor of theatre in China, Li Yinan, and forms a unique and individual selection of interviews with nine juchang theatre-makers from different periods after 1980, who have contributed to different and interesting developments.

  • Marie-Christine Bischur: Das thailändische Khon

    Marie-Christine Bischur

    Das thailändische Khon

    Das thailändische Khon – die bedeutende traditionelle Theaterform Thailands – unterliegt einem Wandel. Seit seiner Entstehung ist es dem Kräftemessen stets neuer Akteure ausgesetzt und versucht sich, in einem spannungsreichen Geflecht aus divergierenden Anforderungen verschiedener Institutionen, wiederkehrend neu zu positionieren.

  • Saskia Haisch: Auf den Spuren der Wirklichkeit

    Saskia Haisch

    Auf den Spuren der Wirklichkeit

    Ausgehend von der Aussage Kieślowskis, dass er stets versuche, die Realität authentisch auf Filmmaterial zu bannen, folgt die Autorin den Spuren des künstlerischen Schaffensprozesses des Regisseurs und untersucht anhand detaillierter Filmanalysen ausgewählter Filmwerke den formalen, inhaltlichen und filmästhetischen Wandel in Kieślowskis Œuvre.

  • Magdalena Fürnkranz: Elizabeth I in Film und Fernsehen

    Magdalena Fürnkranz

    Elizabeth I in Film und Fernsehen

    Das Medium Film findet an der englischen Königin Elizabeth I seit über hundert Jahren seine Faszination. Im Laufe der Filmgeschichte vollzieht die Virgin Queen eine Metamorphose von der verliebten Jungfrau über die Iron Lady zur utopisierten Demokratin.