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Maria-Claudia Tomany: »Destination Viking« und »Orkneyinga saga«

Maria-Claudia Tomany

»Destination Viking« und »Orkneyinga saga«

Probleme der Geschichtsschreibung und regionalen Identität in Orkney

Kulturtourismus ist ein jährlich wachsender Markt. Doch was bekommt man tatsächlich geboten, wenn man auf den Spuren der Vergangenheit reist?
Dieser Frage geht die vorliegende Untersuchung nach, die sich das EU-Förderprogramm Destination Viking: Saga Lands als Beispiel vorgenommen hat. Dieses Projekt läßt die Besucher der Orkney-Inseln auf den Spuren der Saga von den Jarlen von Orkney reisen.
Aber wie kann ein unauthentischer, rekonstruierter Text, der heute weitgehend für fiktiv gehalten wird, die Grundlage für eine historische Präsentation und Erfahrung der realen, modernen Landschaft der Orkney-Inseln bieten?
Politisch brisant ist auch die unkritische Verherrlichung der wikingischen Eroberung der Inseln, insbesondere im Kontext der erstarkenden keltischen Identität Schottlands.
Maria-Claudia Tomany beschreibt anhand ausgewählter Beispiele, wie kompliziert sich die Quellenlage darstellt, und welche Faktoren einem differenzierteren Verständnis der Geschichte des alten Inselreiches entgegenstehen.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

Leseprobe (pdf)

  • broschiert: 280 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0417-3
    Erschienen: 28.06.2007

    34,30 € (Preisbindung aufgehoben)

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