utzverlag

Artur Szczepanik: Gott als absolute Transzendenz

Artur Szczepanik

Gott als absolute Transzendenz

Die Verborgenheit Gottes in der Philosophie von Karl Jaspers

Gott ist für viele moderne Menschen richtig fremd geworden. Er ist vom Menschen weder in der Welt zu finden, noch scheint er für ihn eine existentielle Bedeutung zu haben. Einen großartigen Versuch, Gott dem Menschen nahe zu bringen, unternahm einer der letzten großen Metaphysiker, Karl Jaspers.
Für Jaspers ist Gott keine fremde Wirklichkeit. Er weiß sich in seiner Existenz von Gott als der Grund seiner Freiheit getragen. Die Gewissheit, dass es Gott gibt, prägt seine gesamte Philosophie und findet ihren Ausdruck im ersten Artikel seines philosophischen Glaubens. Gott, an den Jaspers glaubt, ist jedoch nicht der Gott kirchlicher Offenbarung. Gott, von dem Jaspers spricht, offenbart sich nicht. Er bleibt immer verborgen. Er ist für Jaspers die absolute Transzendenz, die zu dem Menschen nur in Chiffren sprechen kann. Diese sind überall zu lesen: in der Welt, im Denken, im Menschen selbst. Alles, was der Existenz irgendwie als Gegenstand bewusst wird, kann als Chiffre gelesen und ein Zeiger auf die Transzendenz werden.
Die vorliegende Abhandlung gehört zu den heute selten gewordenen Versuchen, sich mit Jaspers und seinem religionsphilosophischen Werk auseinander zu setzen.
Ihr Anliegen ist jedoch nicht ausschließlich philosophiegeschichtlich. Es geht nicht nur um die Darstellung und kritische Würdigung des Gedankenguts eines Denkers aus der Vergangenheit, der dem heutigen Menschen nichts mehr anzubieten hat. Der Verfasser glaubt, dass Jaspers und sein Werk auch heute auf Menschen inspirierend wirken kann. Anhand der Philosophie von Karl Jaspers will er den Leser auf Gott als Fundament menschlicher Existenz hinweisen und beim Lesen von Zeichen der Transzendenz in der Welt verhelfen.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 224 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0476-0
    Erschienen: 29.03.2005

    34,00 € (Preisbindung aufgehoben)

    In den Warenkorb

Über den Autor

Artur Szczepanik, geboren 1964 in Stoczek Lukowski (Polen). Studium der katholischen Theologie in Siedlce und an der Katholischen Universität zu Lublin (1983-1989). Studium der Philosophie in München an der Hochschule für Philosophie, Philosophische Fakultät S.J. (1994-1997). Promotion an derselben Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Schmidt SJ (2004).

Ähnliche Bücher

  • Oksana Nazarova: Das Problem der Wiedergeburt und Neubegründung der Metaphysik am Beispiel der christlichen philosophischen Traditionen

    Oksana Nazarova

    Das Problem der Wiedergeburt und Neubegründung der Metaphysik am Beispiel der christlichen philosophischen Traditionen

    Die vorgelegte Forschungsarbeit vollzieht die Betrachtung eines der wichtigsten Probleme der postkantschen Metaphysik – des Problems der Begründung ihrer Möglichkeit – vom interkul-turellen Ansatz her. Es wird aufgezeigt, dass sich das Verlangen nach Metaphysik außerhalb des neuscholastischen Raumes, zu dessen Anhängern sich Emerich Coreth (1919–2006)...

  • Edouard Isango Nkoyo: Prigogines Theorie dissipativer Strukturen

    Edouard Isango Nkoyo

    Prigogines Theorie dissipativer Strukturen

    Die vorliegende Untersuchung setzt sich mit einem zentralen Thema der Naturphilosophie und Erkenntnistheorie auseinander, nämlich mit der Frage, ob und wie sich die Natur selbst organisiert. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Theorie dissipativer Strukturen von Ilya Prigogine, Chemiker und Nobelpreisträger (1977).

  • Jianjun Li: Leben als kreatives Antworten

    Jianjun Li

    Leben als kreatives Antworten

    Dies ist eine Untersuchung der Zeit im Lichte von Bernhard Waldenfels’ responsiver Phänomenologie. Der erste Teil, „Fremdheit und Leiblichkeit“, analysiert Waldenfels’ spezifischen Zugang zum Umdenken des Eigenen durch die Hervorhebung der Fremderfahrung. Es zeigt sich, dass das Eigene und das Fremde gleichursprünglich sind.