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Susanne Pilhofer: Romanisierung in Kilikien?

Susanne Pilhofer

Romanisierung in Kilikien?

Das Zeugnis der Inschriften

»Rohe Menschen, leidenschaftlich, bereit, sich mit allen Mitteln zu wehren«, »frech und ruchlos« – so charakterisiert Cicero die Leute, mit denen er es in Kilikien zu tun bekommt. Mit römischer Zivilisation ist es da nicht weit her …
Dieses und ähnliche Urteile konfrontiert Susanne Pilhofer mit den epigraphischen Quellen aus Kilikien. Anhand des Konzepts ›Romanisierung‹ werden römische Einflüsse untersucht, die im ersten und zweiten Jahrhundert n. Chr. die Lebenswelt der Menschen in Kilikien prägten. Vom abgeschiedenen Dasein eines Hirten bis hin zum geregelten Alltag eines Soldaten in der römischen Flotte waren die verschiedensten Lebensentwürfe denkbar.
Den zweiten Teil des Werks bilden inschriftliche Quellen, die hier erstmals versammelt sind und auch dem epigraphisch nicht bewanderten Leser einen eigenen Zugriff ermöglichen. Eine exemplarische Auswahl von 50 Inschriften ist mit Text, Übersetzung und Kommentar abgedruckt. In umfangreichen Verzeichnissen werden Belege für 384 römische Bürger, Soldaten und Veteranen in und aus Kilikien erschlossen.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 312 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0538-5
    Erschienen: 22.02.2006

    34,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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  • E-Book: 312 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0538-5
    Erschienen: 22.02.2006

    28,99 € (Preisbindung aufgehoben)

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Auszüge aus Rezensionen

  • Das Opus bildet einen weiteren substanziellen Beitrag zur altertumskundlichen Erforschung einer Landschaft, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten einer stark wachsenden Aufmerksamkeit erfreuen kann. […] Pilhofers Buch führt in anregender Weise in sein Thema ein, stellt interessantes Material vor und setzt Markierungen für eine weiterführende Diskussion.

    sehepunkte 6 (2006), Nr. 9, http://www.sehepunkte.de/2006/09/10410.html

  • [–] as the author notes in her preface to the new edition, much new research has been undertaken in Cilicia in the intervening ten years, which has revealed interesting new material and necessitated the updating and revision of the book.

    Bryn Mawr Classical Review (BMCR 2016.10.56)

  • Dass das vorliegende Buch, das als ausgesprochen anregende und lehrreiche Lektüre zu überzeugen vermag, in einer zweiten Auflage erschienen ist, ist sehr zu begrüßen. Es bietet einen sehr guten Beitrag zur Kilikien-Forschung und allgemein zur Erforschung von Romanisierungsprozessen. Darüber hinaus ermöglichen die Quellensammlung sowie die Personenlisten und das Register ein schnelles und übersichtliches Arbeiten. Die Zweitauflage gewinnt zudem durch die Literaturnachträge und das anregende Nachwort.

    MARBURGER BEITRÄGE
    ZUR ANTIKEN
    Handels-, Wirtschafts und
    Sozialgeschichte (Band 37)

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