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Hannah Zimmermann: Geschichte ohne Zeitgeschichte?

Hannah Zimmermann

Geschichte ohne Zeitgeschichte?

Eine Untersuchung von zwei Jahren Geschichtsunterricht in den frühen 1960er Jahren

Mit dem Titel „Geschichte ohne Zeitgeschichte?“ werden zwei Perspektiven angesprochen: einerseits die „Vergangenheitsbewältigung“ nach 1945, zum anderen die Realität des Geschichtsunterrichts der frühen 1960er Jahre, gegen den immer wieder der Vorwurf erhoben wird, die Auseinandersetzung mit der schmerzhaften jüngsten Geschichte gemieden zu haben.

Diese Studie untersucht exemplarisch zwei Jahre Geschichtsunterricht eines Wattenscheider Gymnasiums zwischen 1961 und 1963. Mittels erhaltener Unterrichtsmitschriften, umfangreicher Zeitzeugeninterviews sowie weiterer Quellen ist es gelungen, den konkreten Unterricht anschaulich zu rekonstruieren und nachzuweisen, dass gängige Vorstellungen über den Geschichtsunterricht jener Zeit, insbesondere hinsichtlich der Thematisierung des Nationalsozialismus, infrage gestellt werden müssen. Zeitgeschichte war - zumindest in Einzelfällen - auch schon vor dem Umbruch der 1968er Jahre Gegenstand des gymnasialen Geschichtsunterrichts.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 180 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-4152-9
    Erschienen: 27.02.2012

    36,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Hannah Zimmermann, Jahrgang 1982, studierte an den Universitäten München und Leipzig Geschichte, Germanistik und Sozialkunde. Derzeit unterrichtet sie als Studienreferendarin an einem bayerischen Gymnasium.

Auszüge aus Rezensionen

  • […] Nicht zuletzt wegen der im Anhang dokumentierten Interviews mit dem Lehrer sowie einigen Schülern ist dieser Band überaus lesenswert.

    Praxis Geschichte (6/2012)

  • Es ist in der Tat eine Freude, die gut verständliche Studie zu lesen, wie der betreuende Hochschullehrer Prof. Dr. Hans-Michael Körner (Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, LMU München) im Geleitwort schreibt. Mit solchen Quellengattungen gelingt es unterhalb der Makroebene der bildungspolitischen Dokumente, den konkreten Unterricht auf der Mikroebene anschaulich zu rekonstruieren.

    Politisches Lernen (3-4/2012)

  • [Das Buch] bietet nicht nur einen interessanten Einblick in die Praxis des bundesrepublikanischen Geschichtsunterrichts der frühen 1960er Jahre, sondern es führt direkt in das Spannungsfeld von wissenschaftlicher Objektivität, Gegenwartsbezug und historisch-politischer Meinungsbildung.

    Westfälische Forschungen (64/2014)

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