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Georg Strack, Julia Knödler (Hrsg.): Rhetorik in Mittelalter und Renaissance

Georg Strack, Julia Knödler (Hrsg.)

Rhetorik in Mittelalter und Renaissance

Konzepte – Praxis – Diversität

»Rhetorik« als ein komplexes System, das verschiedene Wissensbestände integriert, war schon in der Vormoderne sowohl Teil der akademischen Grundlagenbildung als auch Objekt philosophischer Reflexion. Folglich ist ihre Erforschung seit jeher Bestandteil der Mittelalter- und Renaissancestudien.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes, der die Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien der Ludwig-Maximilians-Universität München enthält, nehmen ein breites Spektrum rhetorischer Konzepte und Praktiken vom Frühmittelalter bis in die Reformationszeit in den Blick. Dabei knüpfen sie an etablierte Fragestellungen der Kultur-, Literatur- und Sprachgeschichte an und befragen die theoretischen, literarischen und oratorischen Texte auch im Hinblick auf Konstruktionen kultureller und religiöser Diversität. Sie entwickeln so eine neue Perspektive auf die historische Rhetorikforschung.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • broschiert: 490 Seiten
    Format: 20,5 x 14,5
    ISBN 978-3-8316-0951-2
    Erschienen: 10.01.2012

    52,00 € (Preisbindung aufgehoben)

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Über den Autor

Autoren in der Reihenfolge ihrer Beiträge: Bernd Posselt, Florian Hartmann, Christian Kaiser, Jan Hon, Maximilian Schuh, Monika Kirner, Georg Strack, Sita Steckel, Courtney Kneupper, Paolo Rosso, Manuela Kahle, Nikolaus Egel, Veronika Steiger, Johannes Bernwieser, Mirjam Eisenzimmer, Brian Maxson, Julia Knödler, Martin Völkl, Karoline Döring, Stefanie Rüther

Auszüge aus Rezensionen

  • Insgesamt bieten die Beiträge vielfältige Anknüpfungspunkte für die Erforschung mittelalterlicher Redekultur und zeugen von der Fruchtbarkeit und Dynamik eines noch längst nicht ausreichend beachteten Forschungsfeldes.

    Sehepunkte 12 (2012) Nr. 7/8 (17.07.2012)

  • Der Sammelband geht zurück auf eine Tagung der Münchner Nachwuchsgruppe »Kulturelle und religiöse Diversität in Mittelalter und Renaissance«. Rhetorik betrachtet er als einen »Modus […], der Aushandlungsprozesse über Differenzen und Identitäten grundlegend strukturierte« […]«. Viele Beiträge liefern dazu gelungene Fallstudien […]. Ein ausführliches Register erschließt den Band, der neben dem Ertrag der Einzelbeiträge auch als struktureller Überblick über die Breite der jüngeren Rhetorikforschung in der v.a. deutschsprachigen Mediävistik seinen Wert hat.

    Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters (Band 70 – 1)

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