utzverlag

Amelie Hamann: Die Sammlung später chinesischer Bronzen von Hans Oehmichen – ein Beispiel für eine im Zeitalter des Spätkolonialismus zusammengetragene Sammlung ostasiatischer Kunst in Deutschland

Amelie Hamann

Die Sammlung später chinesischer Bronzen von Hans Oehmichen – ein Beispiel für eine im Zeitalter des Spätkolonialismus zusammengetragene Sammlung ostasiatischer Kunst in Deutschland

Der deutsche Bergbauingenieur Hans Oehmichen reiste in den Jahren 1911 bis 1913 mehrmals nach China. Dort begann er, eine Sammlung später chinesischer Bronzen überwiegend aus der Ming- und Qing-Dynastie zusammenzutragen, die heute im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln aufbewahrt wird. Mithilfe von Briefen, Skizzen und Fotografien aus dem Nachlass des Sammlers rekonstruiert die Autorin nicht nur die Sammlungsgeschichte, sondern lässt auch die deutsch-chinesischen Beziehungen im Zeitalter des Spätkolonialismus sichtbar werden. In diesem Buch werden außerdem Fragen nach dem Umgang mit Kunstwerken ‚nicht-westlicher‘ Kulturen in europäischen und amerikanischen Sammlungen gestellt. Methoden möglicher Präsentation sowie das Führen eines Dialogs mit den Herkunftsgesellschaften sind von politischer Relevanz und werden seit einigen Jahren vermehrt kontrovers diskutiert. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Stilanalyse der späten chinesischen Bronzen und verknüpft eine postkolonialistische Perspektive – sowohl auf die damaligen deutschen Aktivitäten in China als auch auf die Sammlung selbst – mit Überlegungen zu den Bedeutungsverschiebungen von Objekten im musealen Kontext.

Leseproben

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

  • Hardcover: 456 Seiten
    Format: 17 x 24
    ISBN 978-3-8316-4806-1
    Erschienen: 14.05.2020

    94,00 €

    In den Warenkorb

Ähnliche Bücher

  • Bettina Weitner: Das Kostüm bei Hans Makart

    Bettina Weitner

    Das Kostüm bei Hans Makart

    Der vorliegende Band untersucht Hans Makarts (1840–1884) Auseinandersetzung mit Geschichte anhand seiner malerischen Darstellung historischer Kostüme. Diese sind in ihrer kostüm- und kunstgeschichtlich höchst dissonant zueinander stehenden Ausarbeitung als „Schlüssel“, nicht nur für das Geschichtsverständnis des Künstlers, sondern auch für das spezifische Historienverständnis in der...

  • Regina Gade: „de mi invención“?

    Regina Gade

    „de mi invención“?

    In der Arbeit werden Francisco de Goyas Werke untersucht, die in den ersten fünfzehn Jahren seines Dienstes am spanischen Königshof entstanden und dem Maler den Weg ebneten, an dessen Ende er das Amt eines Hofmalers mit einem festen Einkommen erlangte: Teppichkartons, Velázquez-Kopien in Form von...

  • Sabine Schmid: Fotografie zwischen Politik und Bild

    Sabine Schmid

    Fotografie zwischen Politik und Bild

    Fotografie hatte in der DDR eine Sonderstellung inne: Zwischen einer dienstbar gemachten Bildproduktion und einer subjektiven Bildauffassung, zwischen einer politischen Instrumentalisierung und gegenläufigen Individualitätsbestrebungen, zwischen Politik und Bild bewegt sich der Anspruch an das Medium.

  • Isabel von Bredow-Klaus: Heilsrahmen

    Isabel von Bredow-Klaus

    Heilsrahmen

    In einigen Stundenbüchern lassen sich eingenähte metallene Pilgerzeichen oder auch deren illusionistisch gemalte Abbildungen finden. Pilgerzeichen wurden von 1480–1530 in Stundenbücher, die eines der wichtigsten Andachtsmedien des Mittelalters darstellen, eingebracht. Dabei fokussieren sich volkskundliche, frömmigkeits- und kunstgeschichtliche Fragen nach der Beziehung zwischen diesen Objekten in...